Demokratie stärken: Machbarkeitsstudie für „Forum Recht“ vorgestellt

05. Dezember 2017 , 12:03 Uhr

Die Verantwortlichen haben die Machbarkeitsstudie vorgestellt und an den Bundestag übergeben, Fotos: Stadt Karlsruhe

Karlsruhe (pm/ame) Einen Ort, der Errungenschaften, Herausforderungen und relevante Fragen des demokratischen Rechtsstaats engagiert und spannend thematisiert, gibt es bislang in Deutschland nicht. Aber dazu sei es höchste Zeit, finden Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik, Justiz und Medien und setzen sich für ein Forum Recht in Karlsruhe ein. Die Stadt unterstützt dieses Vorhaben. Die Einrichtung könnte auf dem Gelände des BGH entstehen.

Machbarkeitsstudie vorgestellt

Wie das Forum Recht aussehen kann, was dort thematisch zur Diskussion gestellt werden sollte und wie sich dies baulich und stadtplanerisch realisieren  lässt, zeigt die dreiteilige Machbarkeitsstudie, die am 4. Dezember im Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgestellt wurde. Erstellt haben sie das Institut für Zeitgeschichte IfZ, München – Berlin (Inhaltskonzept), das Büro bogner-knoll, Wien, und die Projektgesellschaft TRIAD, Berlin (Gestaltungsstudie), sowie der Architekt Professor Wolfgang Grether, Karlsruhe (Baustudie).

Gelände des BGH als möglicher Standort

Demnach soll ein physisch-reales wie virtuelles Informations- und Kommunikationszentrum entstehen – mit Ausstellungen, Diskussionen, simulierten Gerichtsverhandlungen und Gamifikation-Angeboten. Realisiert werden soll ein Neubau, der als physische Räume InfoCenter, Diskursraum, Reflexions-, Produktions- und Präsentationszone sowie zwei Ausstellungsbereiche unter einem Dach vereint. Aber das Forum Recht will seine Aktivitäten nicht auf Karlsruhe beschränken, sondern durch einen virtuellen Vermittlungs- und Diskussionsraum im gesamten Bundesgebiet wirken und so multilokale Präsenz zeigen. Gebaut werden könnte das Forum Recht auf dem Areal des Bundesgerichtshofs (BGH), im Zentrum Karlsruhes.

„Architektonisches Highlight für Karlsruhe“

Möglich sind laut Machbarkeitsstudie ein Solitärgebäude oder eine Blockrandbebauung mit einer maximalen Bruttogeschossfläche von rund 12.000 Quadratmetern. Vorgesehen ist ein öffentlicher Architekturwettbewerb. „Ein Forum Recht an der städtebaulich wichtigen Stelle am Karlstor wäre ein architektonisches Highlight für Karlsruhe“, betont Wolfgang Grether. Eine wichtige Zielgruppe des Forums Recht sind Schüler, Auszubildende und Studierende, aber auch Familien, in- und ausländische Organisationen der Zivilgesellschaft und Fachpublikum. Angesprochen werden sollen Menschen aus unterschiedlichsten Lebenszusammenhängen.

Thematisch im Zentrum stehen Grundbegriffe und -probleme des Rechtsstaats, die Geschichte des Rechts in Deutschland, Kernfragen der Demokratie oder auch Kulturen und Gestalter des Rechts.

 

 

Anzeige
BGH Bundesgerichtshof Forum RECHT Karlsruhe Rechte

Das könnte Dich auch interessieren

23.09.2026 Großeinsatz am BGH in Karlsruhe Karlsruhe (er24/tk) - Ein Mann klettert über den Baustellenzaun am Bundesgerichtshof und löst Sicherheitsalarm aus. Ein großes Polizeiaufgebot rückt an und riegelt das komplette Gelände ab. 11.10.2026 Doppelte Vorfreude: "Schlaf in deiner Stadt" lädt an zwei Wochenenden nach Karlsruhe Karlsruhe (pm/tk) - Nach dem großen Erfolg der vergangenen Jahre wird die „Schlaf in deiner Stadt“ ausgeweitet. Erstmals können Teilnehmende aus zwei Aktionswochenenden auswählen - den 28. bis 29. November und den 5. bis 6. Dezember. Der Vorverkauf für die Auszeit vom Alltag in der eigenen Stadt beginnt am 12. Oktober. 07.10.2026 10.000 Kippen: Sammelaktion für neues Nichtraucherschutzkonzept am Klinikum Karlsruhe Karlsruhe (pm/tk) - Das Städtische Klinikum Karlsruhe wurde offiziell als „Rauchfreies Krankenhaus“ zertifiziert. Das heißt: Rauchen ist nur noch in wenigen gesonderten Bereichen erlaubt. Gemeinsam mit den City Cleaners Germany Karlsruhe und der Aktion Cleanikum machte das Klinikum jetzt auf das neue Konzept aufmerksam. 14.08.2026 Karlsruher Schnäppchenjäger Bill Igerde startet jetzt als Schlagersänger Karlsruhe (pm/dk) - Vom Preisvergleich ans Mikrofon: Die fiktive billiger.de-Werbefigur Bill Igerde bekommt ein neues Kapitel. Mit „Billig will ich“ veröffentlicht der Schnäppchenjäger seinen ersten eigenen Schlagersong – gemeinsam mit Mallorca-DJ DJ Aaron.