Landtagswahl, OB-Wahlen und Festspiele

Das wird 2026 in Baden-Württemberg wichtig

02. Januar 2026 , 06:31 Uhr

Baden-Württemberg (pm/dk) – Ein Wahljahr, ein Festspielsommer, große Projekte und besondere Premieren: 2026 steht in Baden-Württemberg viel an. Politisch wird es spannend, kulturell vielfältig – nur für Bahnfahrende bleibt es wohl weiter anstrengend. Ein Überblick über die wichtigsten Themen.

Landtagswahl im März

Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag – und indirekt auch eine neue Landesregierung. Da Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach drei Amtszeiten nicht mehr antritt, entscheidet die Wahl auch darüber, wer künftig an der Spitze des Landes steht. Favoriten sind CDU-Landeschef Manuel Hagel und Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir.

Erstmals gilt ein neues Wahlrecht: Wie bei der Bundestagswahl haben die Menschen nun zwei Stimmen – eine für den Wahlkreiskandidaten, eine für die Partei. Außerdem dürfen Jugendliche ab 16 Jahren erstmals bei einer Landtagswahl im Südwesten mitentscheiden.

Baden-Baden und Stutensee wählen ein neues Stadtoberhaupt

Parallel zur Landtagswahl, wählt Baden-Baden am 8. März einen neuen Oberbürgermeister. Es wird ein Nachfolger für Dietmar Späth gesucht. Späth wurde aus gesundheitlichen Gründen für dienstunfähig erklärt.

Auch Stutensee sucht 2026 ein neues Stadtoberhaupt. Die amtierende OB Petra Becker tritt nicht mehr zur Wahl an. Sie ist seit 2018 im Amt.

Auch neuer OB in Freiburg

Nur wenige Wochen später steht in Freiburg die OB-Wahl an. Amtsinhaber Martin Horn (parteilos) möchte eine zweite Amtszeit, Herausforderin ist unter anderem Monika Stein, Landeschefin der Lehrergewerkschaft GEW. Sie wird von den Grünen im Gemeinderat und Fraktionen aus dem linken Spektrum unterstützt.

Erzielt am 26. April niemand eine absolute Mehrheit, folgt am 17. Mai eine Stichwahl.

Stuttgart 21 muss wieder warten

Eigentlich sollte Ende 2026 ein Teil von Stuttgart 21 in Betrieb gehen – und damit die Hoffnung vieler Bahnreisender erfüllen, endlich schneller und zuverlässiger unterwegs zu sein. Doch daraus wird nichts. Wegen technischer Probleme bei der Digitalisierung des Bahnknotens und beim Bau des neuen Tiefbahnhofs hat die Bahn das Startdatum erneut gestrichen.

Ein neues Datum gibt es nicht. Gebaut wird bereits seit 2010, ursprünglich sollte das Projekt 2019 fertig werden. Die „Extrarunde“ trifft vor allem Pendlerinnen und Pendler hart, für die die Engpässe und Einschränkungen rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof also weitergehen.

Europa-Park bekommt Monaco

Für Freizeitfans gibt es 2026 ein Highlight: Der Europa-Park in Rust erweitert seine Themenwelt. Das Fürstentum Monaco wird der 18. Themenbereich des Parks – samt mediterranem Flair an der Côte d’Azur. Die Eröffnung ist für Mai geplant. Parkchef Roland Mack kündigte außerdem an, dass Fürst Albert II. selbst im Frühjahr zur Eröffnung erwartet wird.

Landesgartenschau in Ellwangen

Vom 24. April bis 4. Oktober feiert Ellwangen im Ostalbkreis die Landesgartenschau. Die Jagst steht dabei im Mittelpunkt – das Gelände erstreckt sich entlang des renaturierten Flussbereichs. Besucherinnen und Besucher können drei neue Parks erkunden, dazu Themen- und Blumengärten, einen Stadtstrand und neue Sportanlagen.

Ulmer Münster verliert seinen Weltrekord

Nach 135 Jahren wird das Ulmer Münster seinen Titel als höchster Kirchturm der Welt offiziell abgeben. Die Basilika Sagrada Familia in Barcelona erreicht mit dem neuen, riesigen Hauptturm-Kreuz eine endgültige Höhe von 172,5 Metern – deutlich mehr als die 161,50 Meter des Münsters.

Am 10. Juni 2026, dem 100. Todestag von Antoni Gaudí, soll der Turm offiziell eingeweiht werden. Schon im Oktober 2025 wurde ein erstes Segment montiert und machte die Sagrada Familia höher als das Münster.

Bregenzer Festspiele: «La Traviata» auf der Seebühne

Der Festspielsommer 2026 in Bregenz bringt ein neues Werk auf die berühmte Seebühne. Giuseppe Verdis „La Traviata“ wird in den Sommern 2026 und 2027 gespielt. Premiere ist am 22. Juli, die letzte Vorstellung am 23. August.

Zuletzt begeisterte „Der Freischütz“ das Publikum – mehr als 370.000 Menschen sahen die Inszenierung 2025.

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