Daimler schmeißt Produktion in Rastatt wieder an

03. September 2021 , 05:55 Uhr

Rastatt (dpa/lk) – Nach einem Produktionsstopp in mehreren seiner Mercedes-Werke wegen des Halbleiterengpasses fährt der Autobauer Daimler die Maschinen unter anderem im Rastatter Werk kommende Woche wieder hoch.

Volle Arbeit in Rastatt

Einzig am Standort Sindelfingen werde die Produktion wie bisher weiter in Teilbereichen stillstehen, teilte der Stuttgarter Konzern auf Anfrage mit. Betroffene Mitarbeiter würden meist in Kurzarbeit geschickt, Zahlen nannte Daimler nicht. Alle anderen Werke sollen wieder „nahezu uneingeschränkt“ laufen, wie es hieß. Das bedeutet auch, dass an den Mercedes-Standorten in Bremen, Rastatt sowie im ungarischen Kecskemét – anders als diese Woche – voll gearbeitet werden soll.

Engpässe von Elektronikchips

Im Bremer Werk sind mehr als 12.000 Menschen beschäftigt, in Rastatt rund 6.500, in Kecskemét etwa 4.700 und in Sindelfingen 25.000. Etliche Mitarbeiter dieser vier Standorte waren in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Produktionsstopps ausgesetzt gewesen. Hintergrund sind Probleme beim Nachschub von Elektronikchips, die auch andere Autokonzerne zu Unterbrechungen der Fertigung zwingen.

Rastatt baut die A-Klasse

In Bremen werden vor allem die C-Klasse und der Geländewagen GLC, in Kecskemét unter anderem die B-Klasse und in Rastatt beispielsweise die A-Klasse gebaut. In Sindelfingen rollen neben der E-Klasse auch die S-Klasse sowie deren elektrisches Pendant EQS vom Band. Die Produktion von letzteren beiden gewinnträchtigen Modellen lief aber zuletzt meist uneingeschränkt weiter – das soll nach Daimler-Bekundungen auch in der kommenden Woche der Fall sein.

Halbleiterkrise nicht vorhersehbar

Daimler-Vorstandschef Ola Källenius sagte der „Automobilwoche“, der anhaltende Halbleitermangel bremse den Absatz. Die Autoverkäufe würden im dritten Quartal „voraussichtlich spürbar“ unter denen des zweiten Jahresviertels liegen. Von April bis Juni hatte Daimler den Angaben zufolge rund 590.000 Fahrzeuge der Marken Mercedes und Smart ausgeliefert. Wie lange die Halbleiter-Krise das Geschäft noch beeinträchtigen könnte, wagte Källenius nicht vorherzusagen. Längerfristige Prognosen seien schwierig. „Wichtig ist, dass die Nachfrage nach den Fahrzeugen da ist. Irgendwann wird auch das Problem der Halbleiter gelöst sein.“

Anzeige

Das könnte Dich auch interessieren

07.05.2026 Studie zeigt Grundwasser-Belastung: Kreis Rastatt besonders im Fokus Rastatt (dpa/dk) - Pestizide, Medikamentenreste und sogenannte Ewigkeitschemikalien: Eine neue Studie zeigt, dass das Grundwasser am Oberrhein deutlich belastet ist. Auch unsere Region ist betroffen: Der Raum Rastatt/Baden-Baden gehört bei PFAS zu den besonders auffälligen Bereichen. 17.04.2026 Rastatt lädt zum Frühlingssonntag ein: Shopping, Markt und Familienprogramm in der Innenstadt Rastatt (pm/dk) - Bummeln, schlemmen und entdecken: In der Rastatter Innenstadt ist am Sonntag, 19. April, einiges los. Beim verkaufsoffenen Sonntag warten offene Geschäfte, ein Frühlingsmarkt, ein Kunsthandwerkermarkt und viele Angebote für Kinder und Familien. 24.12.2025 Wohnhaus nach Brand an Heiligabend unbewohnbar Gernsbach (dpa/jal) – An Heiligabend ist ein Feuer in einem Wohnhaus in Gernsbach ausgebrochen. Das Gebäude sei durch den Brand unbewohnbar geworden, teilte die Polizei mit. Wohnhaus brennt  – Zum Glück keine Verletzten Zuvor hatten die beiden Bewohner den Rauch am frühen Morgen bemerkt und sich noch rechtzeitig ins Freie gerettet. Verletzt wurden sie nicht. Einen Platz zum 17.12.2025 Entscheidung gefallen: So heißt das neue Kombibad in Rastatt Rastatt (pm/dk) - Noch ist auf der Baustelle einiges zu tun – aber eins steht jetzt schon fest: Das künftige Hallen- und Freibad in Rastatt wird NatuRA heißen. Der Gemeinderat hat den Namen am 15. Dezember beschlossen und damit dem klaren Votum der Rastatterinnen und Rastatter entsprochen.