Karlsruhe (pm/dk) – Bezahlbarer Wohnraum ist in Karlsruhe knapp – besonders für Studierende. Deshalb startet die Wohnraumkampagne „DACH GESUCHT!“ wieder. Sie soll darauf aufmerksam machen, wie schwierig die Wohnungssuche für junge Menschen in der Stadt ist, und gleichzeitig Eigentümerinnen und Eigentümer motivieren, freien Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Rund 40.000 Studierende leben und lernen in Karlsruhe. Viele von ihnen suchen eine Wohnung, ein Zimmer oder einen Platz in einer WG. Laut Pressemitteilung sind die Wohnheime voll. Auch die Vermittlung von Privatzimmern über das Studierendenwerk kommt schnell an Grenzen: Jährlich werden etwa 3.000 Zimmer vermittelt.
Gerade für Studierende, die neu nach Karlsruhe ziehen, wird die Suche damit oft zur Herausforderung.
Mit der Kampagne „DACH GESUCHT!“ wollen das Wissenschaftsbüro der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe und das Studierendenwerk Karlsruhe gemeinsam mit den Paritätischen Sozialdiensten und Unterstützung des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums auf die Situation aufmerksam machen.
Das Ziel: Eigentümerinnen und Eigentümer von ungenutztem Wohnraum sollen motiviert werden, Studierenden ein Zuhause anzubieten. Das kann zum Beispiel ein frei gewordenes Zimmer sein, ein umgebauter Dachboden oder ein Kellerraum.
Die Kampagne setzt auf gezielte Aktionen in der Öffentlichkeit. Sie läuft bereits seit mehreren Jahren und soll das Thema Wohnraum für Studierende sichtbar machen.
Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz sagt dazu: „Oft braucht es nur einen kleinen Anstoß, damit Wohnraum wieder genutzt wird und ein junger Mensch ein Zuhause findet.“ Die Kampagne rege Bürgerinnen und Bürger zum Nachdenken und Umdenken an und biete gleichzeitig Unterstützung für Betroffene.
„DACH GESUCHT!“ will nicht nur auf das Problem aufmerksam machen, sondern auch helfen. Wer freien oder ungenutzten Wohnraum hat, soll ermutigt werden, diesen jungen Menschen und Auszubildenden zur Verfügung zu stellen.
Damit richtet sich die Kampagne an alle, die in Karlsruhe Wohnraum besitzen, der aktuell nicht genutzt wird – und daraus wieder ein Zuhause machen könnten.