CSD Karlsruhe 2026: Demo, Familienfest und großes Bühnenprogramm auf dem Marktplatz

21. Mai 2026 , 04:46 Uhr

Karlsruhe (pm/dk) – Karlsruhe wird am Samstag, 6. Juni, wieder bunt: Beim Christopher-Street-Day zieht eine Demonstration durch die Innenstadt, auf dem Marktplatz gibt es ein Familienfest mit Bühnenprogramm und auf dem Schlossplatz eine Chill-Out-Area mit Musik. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Queer Minds Matter; Weil Hass krank macht.“

CSD stellt mentale Gesundheit in den Mittelpunkt

Mit dem Motto macht der CSD Karlsruhe auf die psychosoziale Gesundheit queerer Menschen aufmerksam. Die Botschaft dahinter: Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass bleiben nicht ohne Folgen.

Queere Menschen sind in besonderer Weise von psychischen Belastungen betroffen. Diskriminierung und strukturelle Benachteiligung können das Risiko für Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen und Suizidalität erhöhen. Der CSD Karlsruhe versteht das Motto deshalb als politischen Auftrag: Niemand soll mit den Folgen von Ausgrenzung alleine bleiben.

Demo durch die Karlsruher Innenstadt

Im Mittelpunkt steht auch in diesem Jahr die Demonstration. Sie läuft am 6. Juni von 13 bis 15:30 Uhr durch die Karlsruher Innenstadt. Dabei geht es um queere Rechte, Sicherheit und Akzeptanz queerer Lebensrealitäten.

Im Anschluss findet auf dem Marktplatz eine politische Kundgebung statt. Dort wird die aktuelle Situation queerer Menschen in Deutschland mit Bezug auf das diesjährige Motto thematisiert.

Familienfest auf dem Marktplatz

Schon ab 11 Uhr startet auf dem Marktplatz das CSD-Familienfest. Bis 22 Uhr gibt es dort Essens- und Getränkestände, Infostände queerer Organisationen auf der Pride-Meile und ein ganztägiges Bühnenprogramm.

Los geht es am Vormittag mit Zumba, danach folgen orientalischer Tanz, Flamenco und Tribal Fusion mit Latifah sowie ein Auftritt des Queerbeet-Chors. Nach Demo und Kundgebung startet am Nachmittag und Abend das weitere Bühnenprogramm mit Musik, Tanz, Drag, Travestie und Talks.

Das Bühnenprogramm im Überblick

Von 11 bis 11:50 Uhr beginnt das Familienfest mit einer gemeinsamen Zumba-Einheit. Danach stehen bis 12:15 Uhr orientalischer Tanz, Flamenco und Tribal Fusion auf dem Programm. Von 12:15 bis 12:30 Uhr tritt der Queerbeet-Chor auf.

Nach der Demonstration von 13 bis 15:30 Uhr und der politischen Kundgebung von 15:50 bis 16:10 Uhr wird das Nachmittags- und Abendprogramm eröffnet. Um 16:20 Uhr folgt Dance-Pop mit FLAMYNGUS.

Danach geht es auch inhaltlich um das Motto des CSD: Beim Thementalk „Therapieplatz? Mangelware!“ wird darüber gesprochen, wie schwierig es für queere Menschen sein kann, einen von der Krankenkasse bezahlten Therapieplatz zu finden – besonders dann, wenn eine queersensible Versorgung gebraucht wird.

Ab 17:25 Uhr ist „EFI tanzt!“ auf der Bühne, ein Tanzkurs für junge Erwachsene ab 18 Jahren, abgestimmt auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. Danach folgt Drag mit LéLé Cocoon.

Talks, Drag, Punkrock und Singer-Songwriter

Am frühen Abend geht es beim zweiten Thementalk um die Folgen von Diskriminierung, Hass und Hetze für die mentale Gesundheit queerer Menschen. Danach steht Drag mit Miss Roxxy auf dem Programm.

Um 19:10 Uhr folgt eine Kurzgeschichte zum Thema Mental Health. Dazu gibt es eine Triggerwarnung wegen Suizid und Suizidalität.

Musikalisch wird es danach lauter: Ab 19:20 Uhr spielt NIKRA Punkrock. Um 19:55 Uhr folgt Singer-Songwriter MKSM. Später stehen Travestie mit Chapeau Claque und ein Auftritt von Cris Cosmo auf dem Programm. Das Finale ist für 21:40 bis 22 Uhr geplant.

Chill-Out-Area auf dem Schlossplatz

Neben dem Marktplatz gibt es auch auf dem Schlossplatz Programm. Dort ist eine Chill-Out-Area mit ganztägiger DJ-Musik geplant. Dazu kommen Essens- und Getränkestände sowie Sitz- und Entspannungsmöglichkeiten.

Wer am Sonntag weiterfeiern möchte, kann das ebenfalls auf dem Schlossplatz tun: Dort findet die „Pride Festival & CSD KA Closing Party“ statt.

Woher der CSD seinen Namen hat

Der Christopher-Street-Day wird heute auf der ganzen Welt gefeiert. Sein Name geht auf einen Aufstand im Jahr 1969 in der New Yorker Christopher Street zurück. Damals setzten sich Homosexuelle und trans Menschen im „Stonewall Inn“ gegen polizeiliche Übergriffe zur Wehr. Daraus entwickelte sich eine mehrtägige Straßenschlacht.

In Karlsruhe wurde der CSD-Verein 1999 gegründet.

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