Baden-Württemberg (dpa/dk) – Nach mehreren Jahren mit leicht sinkenden Treibhausgas-Emissionen ist der CO₂-Ausstoß in Baden-Württemberg 2025 wieder deutlich gestiegen. Nach Schätzungen des Statistischen Landesamts wurden rund 64 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt.
Im Vergleich zum Vorjahr waren das 2,7 Millionen Tonnen mehr. Der Anstieg lag damit bei 4,4 Prozent.
Der Treibhausgas-Ausstoß liegt aktuell rund 30 Prozent unter dem Wert von 1990. Um das Klimaziel für 2030 noch zu erreichen, müssten die Emissionen nach Angaben der Statistiker in den kommenden vier Jahren halbiert werden.
Das Klimaschutzgesetz sieht vor, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent zu senken. Bis 2040 soll Baden-Württemberg klimaneutral werden.
Dann dürfte nur noch so viel CO₂ ausgestoßen werden, wie gleichzeitig wieder gebunden werden kann.
Als Hauptgrund für die gestiegenen Emissionen nennt das Statistische Landesamt den Energiesektor. Dort wurde mehr Steinkohle zur Stromerzeugung eingesetzt.
Damit wurden wetterbedingte Rückgänge bei Wasser- und Windkraft ausgeglichen. Auch der höhere Strom- und Heizbedarf wegen der kühleren Witterung spielte eine Rolle.
Auch im Gebäudebereich stieg der CO₂-Ausstoß. Grund dafür war laut den Statistikern die kühle Witterung während der Heizperiode.
In der Industrie gingen die Emissionen dagegen zurück. Als Ursachen werden die schwache Konjunktur und die dadurch geringere Produktion genannt.
Auch der Verkehrsbereich verursachte weniger Emissionen. Das lag nach Einschätzung der Statistiker nicht nur an weniger Gütertransporten wegen der schwachen Wirtschaftslage.
Auch der CO₂-Ausstoß des Pkw-Verkehrs ging zurück. Als Grund wird die steigende Zahl von Elektrofahrzeugen auf den Straßen genannt.