Stuttgart (dpa/dk) – 17 Tage Volksfest, mehr als zehn neue Attraktionen und zwei Familientage: Am 25. September startet das Cannstatter Volksfest in Stuttgart. Wer einen Besuch plant, sollte dieses Jahr besonders auf die Anreise achten – am Wasen gibt es nur Parkplätze für Menschen mit Behinderung.
Bis zum 11. Oktober 2026 laden rund 240 Schausteller, Wirte und Marktkaufleute zur 179. Auflage des Cannstatter Volksfestes ein. Ob Fahrgeschäfte, Festzelt oder ein Bummel über den Platz: Hier findet Ihr die wichtigsten Informationen für Euren Besuch.
Am Freitag, 25. September, öffnen die Geschäfte auf dem Wasen um 15 Uhr. Der offizielle Fassanstich mit Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper folgt um 16 Uhr. Erst wenn das Bier aus seinem Fass fließt, darf auch in den anderen Festzelten und Gastronomiebetrieben ausgeschenkt werden. Deshalb wird der Fassanstich per Video in die übrigen Zelte übertragen.
Nach dem Eröffnungstag beginnt der Festbetrieb montags bis freitags um 12 Uhr, samstags und sonntags um 11 Uhr. Von Sonntag bis Donnerstag ist jeweils um 23 Uhr Schluss, freitags und samstags um Mitternacht. Auch am Eröffnungsfreitag bleibt der Wasen bis Mitternacht geöffnet.
Für Familien sind besonders der 30. September und der 7. Oktober interessant. An diesen beiden Mittwochen bieten Schausteller, Gastronomen und Marktkaufleute ermäßigte Preise an.
Außerdem sind an den Familientagen Stelzenläufer und Luftballonkünstler auf dem Festgelände unterwegs.
An den Wochenenden herrscht üblicherweise besonders viel Andrang. Nach Angaben der Veranstalter gilt das vor allem samstags zwischen 16 und 19 Uhr. Wer keine Zeltreservierung hat, sollte die Anreise nach ihrer Empfehlung möglichst außerhalb dieses Zeitfensters planen.
Auch der 3. Oktober gehört normalerweise zu den besonders besucherstarken Tagen – und fällt in diesem Jahr auf einen Samstag. Zusätzlich können Veranstaltungen im benachbarten Stadion und im NeckarPark den Betrieb beeinflussen.
Reservierungsanfragen nehmen die Betreiber der acht Festzelte direkt entgegen; sie sind online möglich. Die Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart empfiehlt eine Reservierung insbesondere dann, wenn eine Gruppe an einem bestimmten Tag einen Tisch haben möchte.
Weil das Landwirtschaftliche Hauptfest ebenfalls Platz auf dem Wasengelände benötigt, stehen in diesem Jahr nur Parkplätze für Menschen mit Behinderung zur Verfügung.
„Wir empfehlen dringend die Anreise mit dem ÖPNV oder die Nutzung von Park-and-Ride“, sagte eine Sprecherin von in.Stuttgart.
Die Sonderlinie U11 fährt vom Stuttgarter Hauptbahnhof direkt zur Haltestelle Cannstatter Wasen am Festgelände und zurück. Die Stadtbahnlinien U1, U2, U13 und U16 bringen Euch zum Wilhelmsplatz oder zur Mercedesstraße. Werktags fährt außerdem die U19 zum und vom Wilhelmsplatz.
Mit den S-Bahn-Linien S1, S2 und S3 sowie vielen Regionalbahnen erreicht Ihr den Bahnhof Bad Cannstatt. Von dort sind es ausgeschildert rund zehn Minuten zu Fuß zum Volksfest. Eine weitere Möglichkeit ist die Stadtbahn-Haltestelle Mineralbäder (Leuze), von der aus Ihr ebenfalls zu Fuß zum Festgelände kommt.
Motorräder können am Willi-Daume-Steg und an der Haltestelle Cannstatter Wasen abgestellt werden. Fahrradstellplätze gibt es auch am Eingang Krämermarkt an der König-Karls-Brücke.
Nach Angaben der Veranstalter sind in diesem Jahr mehr als zehn neue Attraktionen dabei. Dazu gehören das große Riesenrad „City Star“ und die „Wilde Maus XXL“.
Die Achterbahn ist fast doppelt so lang wie ihre kleinere Variante. Sie ist bis zu 23 Meter hoch und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern. Die Fahrt ist auch mit VR-Brille möglich.
Zum weiteren Angebot gehören eine Kinderachterbahn, der Freifallturm „Fortress Tower“, Geisterbahnen wie „Diablos Residenz“, Rutschen, Kettenflieger und Autoscooter.
Der Besuch des Festgeländes ist kostenlos, ebenso der Eintritt in die Festzelte. Bezahlt werden müssen dagegen Fahrgeschäfte, Essen und Getränke.
Die Maß Bier kostet nach Angaben der Wirte in diesem Jahr erneut etwas mehr. In einigen Zelten liegt der Preis über 15 Euro. Einheitlich sind die Bierpreise nicht.
Kartenzahlung ist in immer mehr Zelten und an Ständen möglich. Manche Betriebe setzen dafür allerdings einen Mindestbetrag voraus. Auf dem Festgelände gibt es außerdem mehrere Geldautomaten.
Wer Hilfe braucht, findet auf dem Festgelände die Wasenboje. Sie richtet sich insbesondere an Mädchen und Frauen – etwa nach einer Belästigung, wenn sie ihre Gruppe verloren oder zu viel getrunken haben.
Die Anlaufstelle ist täglich ab 15 Uhr bis zum Festende geöffnet. Das Team ruft bei Bedarf ein Taxi für die Heimfahrt oder begleitet Mädchen und Frauen zur Polizei.
Der dunkelblaue Container mit neongrünem Logo steht in der Nähe der Wasenwache. Auf dem Dach befindet sich eine beleuchtete 3D-Boje. Dadurch eignet sich der Standort auch als Treffpunkt. Weitere gut sichtbare Treffpunkte sind das Riesenrad und die Fruchtsäule.
Vom 27. September bis zum 4. Oktober findet auf dem Wasengelände auch das Landwirtschaftliche Hauptfest statt. Auf knapp 130.000 Quadratmetern präsentieren sich Hunderte Aussteller. Dazu kommen eine Sonderschau zur modernen Kälberhaltung und Zelte mit Hunderten von Tieren.
Das Hauptfest findet alle vier Jahre statt. Weil dadurch weniger Fläche für das Volksfest bleibt, sprechen die Veranstalter in diesen Jahren vom „kleinen Wasen“.
Eigene Tiere dürfen nicht mit auf das Volksfest gebracht werden. Eine Ausnahme gilt für Blindenhunde, die uneingeschränkt begleiten dürfen.
Einen Überblick über Festzelte, Fahrgeschäfte, Marktstände und weitere Angebote bekommt Ihr im interaktiven Lageplan. Dort sind sowohl Neuheiten als auch Klassiker eingezeichnet.