Region (pm/dk) – Am kommenden Montag, 23. März 2026, wollen Apothekenteams in ganz Deutschland für eine Stärkung der Apotheken vor Ort protestieren. Geplant sind bundesweite Apothekenschließungen sowie zentrale Kundgebungen und Demonstrationen in Berlin, München, Düsseldorf und Hannover.
Hinter dem Protest steht die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit ihren 17 Mitgliedskammern und -verbänden. Nach Angaben der ABDA setzen sich die Apothekenteams mit ihren mehr als 160.000 Beschäftigten für ein Ende der chronischen Unterfinanzierung ein. Gefordert wird eine sofortige Erhöhung des Apothekenhonorars.
ABDA-Präsident Thomas Preis sagt: „Die Situation unserer Apotheken und somit die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung der Menschen in Deutschland ist schon seit Jahren angespannt. Denn die letzte Honorarerhöhung für die Apotheken hat es vor 13 Jahren gegeben – obwohl die Betriebskosten im selben Zeitraum um mehr als 65 Prozent angestiegen sind!“
Nach Angaben der ABDA werden die allermeisten Apotheken am Protesttag geschlossen bleiben. Für akute Fälle soll die Versorgung aber gesichert sein: Rund um die Uhr sollen bundesweit mehr als 1.000 Notdienstapotheken erreichbar sein.
Thomas Preis dazu: „Wir raten Patientinnen und Patienten, nicht akut notwendige Rezepte noch vor dem Protesttag einzulösen oder dann wieder ab Dienstag, dem 24. März.“
Die ABDA verweist auf die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe. Wegen der chronischen Unterfinanzierung müssten jedes Jahr hunderte Apotheken schließen. Seit 2013 seien rund 20 Prozent aller Apotheken verloren gegangen. Für die Menschen in Städten und auf dem Land würden sich dadurch die Wege zur nächsten Apotheke verlängern.
Die Apothekerschaft fordert von der Bundesregierung eine Erhöhung des Apothekenhonorars. Dabei verweist die ABDA auch auf den Koalitionsvertrag von Union und SPD.
Thomas Preis sagt: „Wir fordern die Bundesregierung auf, das Apothekenhonorar endlich zu erhöhen – so, wie es im Koalitionsvertrag sehr konkret vorgesehen ist.“
Wer am Protesttag dringend Medikamente braucht, kann auf die Notdienstapotheken ausweichen. Informationen dazu gibt es unter www.aponet.de/notdienstsuche. Weitere Infos zum Protest stehen laut ABDA unter www.abda.de und www.gesundheitsichern.de.