Karlsruhe (pol/dpa/svs) – Mehr als eineinhalb Jahre nach dem schweren Brückensturz eines damals 15-Jährigen in Karlsruhe-Durlach sucht die Polizei weiter nach Antworten und geht daher in die noch breitere Öffentlichkeit. Der Fall wird am Mittwoch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ vorgestellt. Es gibt bis zu 5.000 Euro Belohnung.
Das Geschehen um den damals 15-Jährigen Miguel, den mindestens ein Mensch von der Brücke gestoßen haben soll, wird heute Abend (ab 20.15 Uhr) im ZDF in Form eines Studiofalls präsentiert, wie Polizei und Staatsanwaltschaft ankündigten.
Für die Kriminalpolizei seien jegliche Hinweise relevant, die zur Aufklärung des Geschehens Anfang Februar 2025 beitragen können. Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Identifizierung und/oder Ergreifung der bislang unbekannten Täter führen, eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgelobt.
Der Teenager war an einem Sonntagabend von der Brücke etwa acht Meter in die Tiefe gestürzt und lebensbedrohlich verletzt worden. Mehrere Verkehrsteilnehmer fanden den Jungen damals laut Polizei auf einer Straße unterhalb der Brücke. Sie verständigten die Beamten.
Aufgrund der Verletzungen konnte er sich zu dem Vorfall zunächst nicht äußern. Der Jugendliche lag längere Zeit im Koma, wie die Staatsanwaltschaft vor einiger Zeit mitgeteilt hatte. Mittlerweile soll es ihm besser gehen.
16 Monate nach dem Vorfall informierten die Behörden über Hinweise, nach denen das Opfer – möglicherweise nach einer körperlichen Auseinandersetzung – von mindestens einer Person von der Brücke gestoßen worden sei. Die Behörden ermitteln demnach nunmehr wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.
Jetzt wenden sich Staatsanwaltschaft und Polizei erneut an die Öffentlichkeit. Am Mittwoch, 9. September 2026, wird der Fall um 20.15 Uhr bei „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ im ZDF als Studiofall präsentiert. Für die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind laut Polizei alle Hinweise wichtig, die zur Aufklärung des Sturzgeschehens beitragen können.
Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat zudem eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgelobt. Sie ist für Hinweise vorgesehen, die zur Identifizierung und/oder Ergreifung der bislang unbekannten Täter führen.