Nagold (pol/ms) – Ein Brand in einer betreuten Wohneinrichtung in Nagold hat am frühen Freitagmorgen einen Großeinsatz ausgelöst. Alle 45 Bewohner konnten in Sicherheit gebracht werden. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt.
Um 4:21 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Nagold zu der Einrichtung in der Iselshauser Straße alarmiert. Beim Eintreffen bestätigten Bewohner und Personal, dass es tatsächlich brannte. Daraufhin wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert.
Zu diesem Zeitpunkt hatte das Personal bereits fast alle Bewohner in Sicherheit gebracht. Zwei nicht gehfähige Personen befanden sich noch im Gebäude. In der vom Brand betroffenen Wohnung war niemand mehr.
Während die Feuerwehr mit der Brandbekämpfung begann und eine Ausbreitung auf weitere Wohnungen verhindern sollte, unterstützten Einsatzkräfte den Rettungsdienst dabei, die beiden verbliebenen Bewohner nach draußen zu bringen.
Die insgesamt 45 Bewohner wurden anschließend in einer benachbarten Einrichtung untergebracht. Dort kümmerten sich Fachpersonal und Rettungsdienst um sie. Einige Bewohner wurden vor Ort ambulant behandelt. Ins Krankenhaus musste nach Angaben der Einsatzkräfte niemand.
„Wir haben alle Stockwerke und Zimmer durch die Feuerwehr nochmals kontrolliert, um sicher zu gehen, dass sich keine weiteren Personen in der Wohneinrichtung befinden“, so der Einsatzleiter und Kommandant der Freiw. Feuerwehr Nagold Jörg Burghardt.
Durch die starke Rauchentwicklung war der Brandgeruch auch in der Nagolder Innenstadt wahrnehmbar. Die Bevölkerung wurde deshalb über das Modulare Warnsystem MoWaS dazu aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.
„Aufgrund der starken Rauchentwicklung war der Brandgeruch auch in der Nagolder Innenstadt wahrnehmbar, was uns zu einer Warnung der Nagolder Bevölkerung über das MoWaS Modulares Warnsystem veranlasste, die Türen und Fenster geschlossen zu halten. Aufgrund der Wetterlage mussten wir die Warnung auch bis kurz vor Einsatzende aufrechthalten, da der Rauch sich nur langsam auflöste“, so Burghardt abschließend.
Für die Brandbekämpfung und die Kontrolle der Räume waren insgesamt zehn Atemschutzgeräteträger im Einsatz.
Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden von rund 200.000 Euro. Der Geschäftsführer der Miksch & Partner Gruppe, Heiko Mückstein, bedankte sich vor Ort bei den Einsatzkräften für das schnelle Eingreifen. Er zeigte sich froh darüber, dass niemand zu Schaden kam und Schlimmeres verhindert werden konnte.
Kurz vor 9 Uhr war der Einsatz für die Brandschutzkräfte beendet. Die Feuerwehr Nagold war mit den Abteilungen Stadt, Iselshausen, Gündringen und Mindersbach sowie 13 Fahrzeugen vor Ort. Außerdem waren Rettungsdienst, DRK-Ortsverein Nagold-Wildberg und die Psychosoziale Notfallversorgung im Einsatz.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.