Bruchsal (pm/tk) – Witterungsbedingt war die Saison eine Herausforderung für die Spargelbetriebe: Die kalten und kühlen Nächte im Frühjahr haben das Wachstum zu Beginn ausgebremst. Während der heißen Tage um Pfingsten waren die Betriebe sehr gefordert, gute Spargelqualitäten zu erzeugen.
Die Nachfrage nach Spargel und das Angebot waren meist recht gut im Einklang. Der Trend, Spargel zu den Wochenenden hin, an Wochenenden und an Feiertagen zu kaufen, hat sich weiter fortgesetzt. Die durchschnittlichen Verbraucherpreise zeigten sich über weite Strecken stabil und lagen teilweise auf Vorjahresniveau sowie bei knappem Angebot teilweise über dem Vorjahresniveau.
Der weitere Rückgang an Spargelanbauflächen durch Betriebsaufgaben und Flächenreduktion wird voraussichtlich zu einer etwas geringeren Ertragsmenge in diesem Jahr im Vergleich zum langjährigen Mittel führen. Die Spargelsaison endet offiziell am 24. Juni. Bis zum Johannistag können Spargelfans noch das edle Gemüse genießen.
„Trotz der anspruchsvollen Saison haben die Betriebe die Ernte bislang dank der Möglichkeiten zur Temperatursteuerung durch Folien gut bewältigt. Sorge bereitet jedoch weiterhin der starke Anstieg der Produktionskosten bei gleichzeitig hohem Preisdruck im Handel. Aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit und ungelöster Nachfolgefragen werden weitere landwirtschaftliche Betriebe ihre Produktion aufgeben müssen.“, erklärt Simon Schumacher, Vorstandssprecher des Verbandes Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V. (VSSE). Er fordert ein Gegensteuern der Politik.
Die Preise für deutschen Bleichspargel lagen laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) überwiegend auf Vorjahresniveau. In mehreren Wochen wurden leicht höhere Preise als im Vorjahr, und auch höhere Preise als im Durchschnitt der vergangenen Jahre verzeichnet.
Nach Analysen auf Basis von YouGov CP Germany Daten kauften die privaten Haushalte in Deutschland in den Monaten März und April etwas weniger Spargel als im Vorjahreszeitraum. Auch das Mittel der vergangenen drei Jahre wurde in diesem Zeitraum verfehlt. Die Daten für den absatzstarken Mai liegen noch nicht vor. Wenn auch einzelne Absatzwege wie die Direktvermarktung oder insbesondere die Großmärkte phasenweise schwächelten, wurde im Geschäft mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) bislang meist von einer zufriedenstellenden Nachfrage und einem mitunter höheren Preisniveau als im Vorjahr berichtet.