Bilanz Speedmarathon: Tausende Verstöße rund um Karlsruhe

20. April 2026 , 15:42 Uhr

Karlsruhe (pol/svs) – Eine Woche lang standen sie wieder verstärkt am Straßenrand: Beim europaweiten Speedmarathon hat die Polizei vergangene Woche auch in der Region Karlsruhe genau hingeschaut. Jetzt liegt die Bilanz vor – mit klaren Zahlen und einem besonders schnellen Ausreißer.

Mehr Kontrollen, mehr Verstöße

Vom 13. bis zum 19. April 2026 beteiligte sich das Polizeipräsidium Karlsruhe an der europaweiten Geschwindigkeitskontrollwoche. Insgesamt wurden rund 522.500 Fahrzeuge gemessen.

Dabei stellten die Beamten etwa 8.560 Geschwindigkeitsverstöße fest. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von rund 1.080 Verstößen. Allerdings wurden in diesem Jahr auch etwa 100.000 Fahrzeuge mehr kontrolliert.

Die Folgen für die Fahrer

Für viele Verkehrsteilnehmende bleibt es nicht ohne Konsequenzen:

Mit 188 km/h über die A8

Den negativen Höchstwert gab es auf der A8 in Richtung Pforzheim:
Ein Autofahrer wurde bei erlaubten 120 km/h mit 188 km/h gemessen.

Die Folgen:

Weniger extreme Spitzenwerte

Trotz der hohen Zahl an Verstößen sieht die Polizei auch eine positive Entwicklung.

Polizeihauptkommissar Leopold, Leiter der spezialisierten Verkehrsüberwachung, sagt: „Erfreulich ist aber, dass sich die festgestellten Spitzengeschwindigkeiten durchweg verringert haben und sich die Anzahl an Fahrverboten im Vergleich zum Vorjahr um 19 Fälle zurückgingen“

Abstandskontrollen auf der A5

Neben der Geschwindigkeit wurde auch der Abstand überprüft. Auf der A5 wurden 286 Verstöße gegen den Mindestabstand festgestellt. In allen Fällen leitete die Polizei Bußgeldverfahren ein.

Trotz der vielen Verstöße zeigt die Bilanz auch: Die meisten halten sich an die Regeln.

PHK Leopold bilanziert:
„Rund 98 Prozent der Verkehrsteilnehmenden verhalten sich regelkonform – und etwa 96 Prozent der Verstöße liegen noch im Bereich einer Verwarnung.“

Kontrollen gehen weiter

Auch nach dem Speedmarathon bleibt die Polizei aktiv. Geschwindigkeitskontrollen sollen weiterhin ein Schwerpunkt sein.

Denn: Neben Vorfahrtsfehlern, Abstandsverstößen, Fehlern beim Abbiegen und Ablenkung zählt zu schnelles Fahren weiterhin zu den häufigsten Ursachen für Unfälle mit Personenschäden.

 

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