Baiersbronn (pm/tk) – Gemeinsam stark im Ernstfall: Als eine von landesweit acht Pilotkommunen ist die Gemeinde für das Projekt „Stark vor Ort“ ausgewählt worden. Ziel ist es, für Katastrophenfälle noch stärkere Netzwerke zwischen Rathaus, Rettungsdiensten und der Bürgerschaft zu knüpfen.
„Wenn es hart auf hart kommt, müssen wir uns in Baiersbronn aufeinander verlassen können. Unsere offizielle Blaulichtfamilie aus Freiwilliger Feuerwehr, DRK und THW leistet Enormes, aber eine starke Bürgerschaft und funktionierende Nachbarschaftsnetzwerke sind im Ernstfall eine unverzichtbare Stütze“, betont Bürgermeister Michael Ruf den Ansatz der Gemeinde.
Hinter dem Projekt „Stark vor Ort – gut vorbereitet für den Ernstfall!“ stehen die Baden-Württemberg Stiftung, die Allianz für Beteiligung und das Staatsministerium Baden-Württemberg. Dass Baiersbronn gezielt für dieses Landesprojekt ausgewählt wurde, liegt an den spezifischen Voraussetzungen vor Ort: Die Gemeinde vereint die besonderen logistischen Herausforderungen einer großen Flächengemeinde mit einem tief verankerten Bewusstsein für Naturgefahren und einer gleichzeitig hohen Expertise in der aktiven Bürgerbeteiligung.
Ziel des Projekts ist es, in einer rund sechsmonatigen Pilotphase die Zusammenarbeit zwischen der Kommune, den Hilfsdiensten und der Zivilgesellschaft strategisch auszubauen. In mehreren aufeinander aufbauenden Veranstaltungen werden Vertreterinnen und Vertreter dieser Gruppen zusammengebracht, um lokale Ressourcen zu identifizieren und passgenaue Maßnahmen für Krisenlagen zu entwickeln. Begleitet und konzeptionell unterstützt wird der gesamte Prozess durch die Allianz für Beteiligung.
Neben der Schwarzwaldgemeinde erproben sieben weitere Kommunen – darunter Städte wie Mannheim und Rastatt – unter völlig unterschiedlichen Ausgangsbedingungen neue Formate zur Krisenvorsorge. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen ab Herbst 2027 in eine praktische Toolbox fließen, die anschließend zahlreichen weiteren Kommunen im ganzen Land zur Verfügung stehen wird.