Bärlauch-Duft in der Frühlingsluft

13. März 2025 , 07:05 Uhr

Region (pm/tk) – Ihr könnt den Frühling schon riechen: Der erste Bärlauch (Allium ursinum) zeigt seine Triebe. In Wald verbreitet sich der aromatische Knoblauchduft. Der NABU warnt aber vor dem giftigen Zwilling des Bärlauchs, dem Maiglöckchen.

Frühlingsbote Bärlauch

Bärlauch gehört zur Familie der Lauchgewächse und ist essbar. Wenn man seine Blätter zerkleinert, steigt ein aromatischer Knoblauchduft auf. Bärlauch ist zudem gesund: Das enthaltene Vitamin C stärkt beispielsweise das Immunsystem. In der Küche verfeinern die gehackten Blätter Pesto, Suppen oder das Butterbrot. Hitze mag Bärlauch nicht: Dann verflüchtigt sich der charakteristische Geschmack.

Nur für Eigenbedarf sammeln

„Die würzigen Bärlauchblätter wachsen in feuchten, schattigen Wäldern und breiten sich dort oft großflächig aus. Die Ernte ist ein kulinarischer Gewinn und ein Naturerlebnis. Beim Sammeln den Knoblauchduft einatmen, den Bach gluckern und den Grünspecht rufen hören – das sind echte Glücksmomente für mich“, berichtet NABU-Gartenexpertin Aniela Arnold. Um die Pflanze nicht zu sehr zu schwächen, bittet Pflanzenfachfrau Arnold, stets nur ein Blatt pro Pflanze zu pflücken und beim Sammeln Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt zu nehmen. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln verboten.

Achtung Verwechslungsgefahr

„Nur wer sich absolut sicher ist, sollte Bärlauch pflücken und die Blätter vor dem Verzehr gut waschen“, rät Arnold. Alternativ zum Sammeln kann man ihn im eigenen Garten anbauen oder frisch auf dem Markt kaufen. Die Wildpflanze hat lanzenförmige, dünne Blätter mit matter Unterseite und duftet nach Knoblauch.

Drei giftige Doppelgänger sehen dem Bärlauch zum Verwechseln ähnlich, verströmen aber keinen Knoblauchgeruch:

Welche Wildpflanzen kann man noch essen?

Im Frühling sprießen weitere gesunde Wildkräuter, die lecker und reich an wertvollen Inhaltsstoffen sind. Auch hier gilt: Nur sammeln, was man eindeutig erkennt. Vogelmiere und der eiweißreiche Giersch eignen sich ideal für Salate, Pesto oder Suppen. Die kieselsäurereiche Brennnessel kann man als Tee oder Spinatersatz nutzen. Schließlich bringt Löwenzahn eine leicht bittere Note in Speisen und fördert damit die Verdauung. Weil diese Wildpflanzen auch eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, wie Wildbienen und Schmetterlinge, sind, sollte man sie in der Natur nur in Maßen sammeln und ihnen einen Platz im Garten geben.

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