Karlsruhe (tk) – Im Februar hat die Bäckerei-Kette Neff Insolvenz angemeldet. Nun ist klar: Das Unternehmen ist gerettet – aber zu welchem Preis?
Fast die Hälfte der Filialen des Karlsruher Traditionsunternehmens soll schließen. 30 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, wie unter anderen die „Bild“ berichtet.
Im Februar diesen Jahres hatte die Bäckerei Rudolf Neff GmbH Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Nach langen Verhandlungen haben die Gläubiger nun der Sanierung zugestimmt. Damit kann das Unternehmen weitermachen. Es ändert seinen Namen in Bäckerei Neff GmbH und verschlankt sich.
Von den bislang 19 Neff-Filialen in Karlsruhe, Weingarten und Rastatt soll lediglich 11 bestehen bleiben. Die Übrigen werden geschlossen. Der Produktionsstandort in Karlsruhe bleibt ebenfalls erhalten. 140 Mitarbeiter behalten ihre Jobs, aber 30 Arbeitsplätze werden gestrichen. Welche
Der neue Chef der neuen „Bäckerei Neff GmbH“ ist Simon Reich – ein Nachfahre des Firmengründers Rudolf Neff, der seine Bäckerei 1904 gründete. damit wird das Unternehme in fünfter Generation familiengeführt.
Für Marktbeobachter gilt die erfolgreiche Neff-Sanierung als „bemerkenswert“. Die Branche kämpft seit Jahren unter anderem mit den hohen Energiekosten, Fachkräftemangel und steigenden Mindestlöhnen. Außerdem leiden klassische Bäcker unter der Konkurrenz von Discounter-Backstationen.