Baden-Württemberg (dpa/dk) – Das anhaltende Niedrigwasser auf wichtigen Wasserstraßen hat jetzt auch Folgen für den Straßenverkehr in Baden-Württemberg. Das Land will das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw vorübergehend aussetzen. Damit sollen mögliche Lieferengpässe reduziert werden.
Die Aussetzung des Fahrverbots ist ab dem kommenden Wochenende geplant und soll bis Ende September gelten. Das teilte ein Sprecher des baden-württembergischen Verkehrsministeriums mit. Die genauen Regelungen werden derzeit noch erstellt.
Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU) erklärte: «Wir müssen in dieser schwierigen Situation jede Maßnahme ergreifen, die Lieferengpässe reduziert oder vermeidet»
Weiter sagte sie: «Zwar werden wir allein dadurch das Problem nicht lösen, aber wenn wir es dadurch verkleinern und den Lkw-Verkehr entzerren und flexibler gestalten können, ist schon einiges gewonnen»
Baden-Württemberg ist mit diesem Schritt nicht allein. Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland haben das Fahrverbot bereits vorübergehend aufgehoben.
Hintergrund ist das Niedrigwasser auf wichtigen Wasserstraßen. Bei einem Spitzentreffen mit Wirtschaftsverbänden und Unternehmen hatte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) am Donnerstag in Bonn mehrere Sofortmaßnahmen angekündigt. Ziel ist es, die Lieferketten auf wichtigen Wasserstraßen wie Rhein, Donau und Elbe aufrechtzuerhalten.
Dabei hatte Bilger unter anderem angekündigt, mit den Ländern über Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw bei besonders betroffenen Gütern zu sprechen.