Karlsruhe (svs/pm) – Die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe haben beim Tabellenführer in Lüneburg lange gezeigt, dass sie auch auswärts für Überraschungen gut sind. Nach einem überragenden Auftaktsatz und einer über weite Strecken offenen Partie mussten sich die Karlsruher am Ende dennoch mit 1:3 geschlagen geben. Trotz der Niederlage nahmen die BADEN VOLLEYS viele positive Eindrücke mit aus Niedersachsen.
Trainer Guido Görtzen setzte zunächst auf die zuletzt erfolgreiche Startformation mit Denir Hadzic im Zuspiel und John Obi auf der Diagonalposition. Karlsruhe startete mutig, tat sich im Angriff aber zunächst schwer, da Lüneburg sehr aufmerksam agierte. Die Gastgeber konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen und setzten sich nicht entscheidend ab (11:10).
Zur Satzmitte erhöhte Lüneburg, angeführt von Daniel Gruvaeus, vor allem mit starken Aufschlägen den Druck (16:13). Die BADEN VOLLEYS blieben ruhig, kämpften sich Punkt für Punkt zurück und profitierten in der Crunchtime von ungewohnten Eigenfehlern der Gastgeber (20:20). In der Verlängerung übernahm Karlsruhe erstmals die Führung und nutzte den ersten Satzball durch einen starken Block von Jonathan Downs zum überraschenden 27:25 – die Halle war schlagartig still.
Im zweiten Satz brachte Lüneburg mit Jesse Elser frische Impulse auf der Außenposition und startete aggressiver (5:2). Unkonzentriertheiten hielten Karlsruhe zunächst im Spiel (9:8). Nach einer Auszeit von Trainer Stefan Hübner trat der Favorit jedoch deutlich konsequenter auf und setzte sich ab (15:9).
Görtzen reagierte mit einem Zuspielerwechsel und brachte Irizarry für Hadzic. Lüneburg steuerte zunächst souverän auf den Satzausgleich zu (20:15), doch die BADEN VOLLEYS bäumten sich noch einmal auf, verteidigten stark und kamen bis auf einen Punkt heran (20:21). Am Ende zeigte Lüneburg – auch mit der Einwechslung von Christopher Byam – seine Routine und holte sich den Satz mit 25:21.
Im dritten Durchgang begann Lüneburg, bis auf Ethan Champlin, mit der nominellen Stamm-Sechs – ein deutliches Zeichen, wie sehr Karlsruhe zuvor gefordert hatte. Beide Teams agierten stabiler, die Fehlerquote sank, und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch (5:5).
Mit druckvollen Aufschlägen und starker Blockarbeit setzte sich Lüneburg anschließend ab (10:5). Karlsruhe punktete immer wieder, vor allem über den erneut stark aufgelegten John Obi, konnte den Rückstand aber nicht mehr verkürzen. Der Tabellenführer brachte den Satz souverän mit 25:16 nach Hause.
Im vierten Satz gerieten die BADEN VOLLEYS früh unter Druck. Annahmeprobleme erschwerten den Spielaufbau, Karlsruhe lief von Beginn an einem Rückstand hinterher – nun wieder mit Irizarry im Zuspiel. Lüneburg nutzte diese Phase konsequent und zog schnell davon (5:1).
Auch Einwechslungen von Görtzen, unter anderem Pöhnitsch, brachten keine entscheidende Wende. Zwar stabilisierte sich die Annahme wieder, doch gegen den Tabellenführer fanden die Badener kaum noch Lösungen. Lüneburg sicherte sich den Satz mit 25:18 und damit den 3:1-Erfolg.
Für die BADEN VOLLEYS geht es bereits am kommenden Samstag, 03.01.26, weiter. Zum Start der Rückrunde steht auswärts das Baden-Derby in Freiburg an – ein echtes Highlight zum Jahresauftakt. Zu Hause in Karlsruhe folgen dann die Spiele gegen Dachau am Samstag, 10. Januar, und gegen Herrsching am Dienstag, 13. Januar. Tickets für beide Heimspiele gibt es hier.