Baden-Baden ist nicht mehr Hauptstadt der Millionäre

17. Juni 2021 , 14:18 Uhr

Baden-Baden (lk) – Die Stadt Baden-Baden musste ihren Spitzenplatz als Hauptstadt der Millionäre abgeben. In der Statistik der Einkommensmillionäre im Land ist Baden-Baden auf Platz 2 verdrängt worden. Überholt wurde die Kurstadt von der Stadt Heidelberg.

Über 4.000 Millionäre im Land

Insgesamt gibt es in Baden-Württemberg 4.087 Einkommensmillionäre – das sind rund 17 Prozent der in Deutschland erfassten Einkommensmillionäre. Bislang galt Baden-Baden lange als die „Hauptstadt der Millionäre“. Schon früh hatte es Reiche und Adelige in die Kurstadt gezogen. Doch jetzt wurde Baden-Baden landesweit auf Platz zwei verdrängt. Denn Heidelberg weist zwischenzeitlich die höchste Millionärsdichte im Land auf. Baden-Württemberg liegt im Länderranking auf Platz drei hinter Bayern und Hamburg. Die Millionäre scheinen sich im Südwesten sehr wohl zu fühlen.

Heidelberg verdrängt Baden-Baden

Kaum vorstellbar, dass Baden-Baden mit dem Kurhaus, Theater und Festspielhaus seinen Bädern, sowie Kur- und Rosengarten nicht mehr die reichste Stadt im Land ist. Noch immer hängt der Altstadt ein Hauch von mondänem Luxus an. Und immerhin verdienen 51 Prozent der steuerzahlenden Bürger in der Kurstadt auch mehr als eine Million Euro. Doch das reicht inzwischen nicht mehr für den ersten Platz im Ländle aus. Heidelberg ist nämlich mit seinem Schloss nicht nur Touristenhochburg, sondern in der wirtschaftsstarken Rhein-Neckar-Region auch der neue Millionärs-Hotspot.

Stadt sieht Entwicklung gelassen

Für Baden-Baden Pressesprecher Roland Seiter ist das kein Beinbruch. „Wir haben deswegen die Flaggen nicht auf Halbmast gesetzt“, lacht er. Die Stadt habe den Titel über viele Jahre inne gehabt und sehe die neuesten Entwicklungen gelassen. „Wir gönnen es den Kollegen in Heidelberg.“ Auch hätten die Villen in Baden-Baden noch keinen Leerstand. Es gebe noch immer Millionäre, aber auch ganz normale Bürger. Und um wieder den ersten Rang zu erobern, überlege sich die Stadt kreative Lösungen, wie beispielsweise einen Wegezoll auf der A5, sagte Seiter zum Abschluss mit einem ganz dicken Augenzwinkern.

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