Pforzheim (pm/dk) – Auf der A8 bei Pforzheim sollen neue Verkehrsmaßnahmen für mehr Sicherheit sorgen. Hintergrund sind mehrere gefährliche Situationen vor der neuen Lärmschutzeinhausung der Enztalquerung.
Die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest setzt gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Pforzheim bis Ende März 2026 zusätzliche Maßnahmen um.
Auslöser waren mehrere Vorfälle, bei denen Autofahrer trotz Verbots- und Hinweisschildern sowie roter Ampeln in die Einhausung weiterfuhren. Dadurch seien Menschenleben und Einsatzkräfte gefährdet worden.
Auch Abstands- und Geschwindigkeitsverstöße führten laut Autobahn GmbH zu Auffahrunfällen innerhalb der Einhausung.
Der Verkehr in beiden Richtungen läuft derzeit durch eine fertige Röhre der Einhausung. Dort wird die dreispurige Fahrbahn in Richtung Stuttgart genutzt.
Parallel entsteht die neue Fahrbahn in Richtung Karlsruhe.
Um die Sicherheit zu erhöhen, wurden bereits erste Änderungen umgesetzt:
Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Fahrerinnen und Fahrer zu erhöhen und die Reaktionszeit zu verbessern.
Auch die Beleuchtung in der Einhausung wurde angepasst. Eine stärkere Helligkeit soll tagsüber für bessere Sicht sorgen.
Zusätzlich werden weitere Signalgeber über dem Behelfsfahrstreifen für LKW in Richtung Stuttgart installiert, um Tunnelsperrungen deutlicher anzuzeigen.
Bei Sperrungen durch Unfälle oder Pannen wird derzeit bereits die nicht betroffene Fahrtrichtung früher freigegeben. Dafür schaltet eine Ampelanlage auf Grün, während die Autobahnpolizei die andere Seite absichert.
Künftig soll dieser Ablauf automatisiert über die Tunnelsteuerung erfolgen.
Die Autobahn GmbH und das Polizeipräsidium Pforzheim appellieren an alle Verkehrsteilnehmer:
„Rot heißt Stopp.“
Angepasste Geschwindigkeit, ausreichend Abstand und volle Aufmerksamkeit seien entscheidend – auch damit Einsatzkräfte sicher arbeiten können.