Karlsruhe (er24/tk) – Ein brennendes Auto im Grötzinger B10-Tunnel hat eine giftige Rauchwolke und einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst verursacht.
Gegen 21:40 Uhr schlug zunächst die Brandmeldeanlage im Tunnel Alarm. Wenige Minuten später wurde die Alarmstufe aufgrund zahlreicher Notrufe und einer massiven Rauchentwicklung erhöht.
Zahlreiche Kräfte der Berufsfeuerwehr Karlsruhe sowie der Freiwilligen Feuerwehren aus Durlach und Grötzingen rückten zur Einsatzstelle aus. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand ein Pkw in der Tunnelröhre bereits in Vollbrand.
Die drei Insassen konnten das Fahrzeug glücklicherweise noch rechtzeitig verlassen und blieben unverletzt. Eigene Löschversuche waren zuvor gescheitert. Weitere Fahrzeuge oder Personen befanden sich nach Angaben der Einsatzkräfte nicht mehr im Tunnel.
Dichter schwarzer Rauch drang aus der Tunnelöffnung und war bereits von außen deutlich sichtbar. Unter Atemschutz gingen die Feuerwehrleute zur Brandbekämpfung vor und konnten das Feuer zügig unter Kontrolle bringen. Die drei Fahrzeuginsassen wurden vorsorglich medizinisch untersucht, mussten jedoch nicht ins Krankenhaus gebracht werden.
Tunnelbrände gelten als besonders gefährlich. Bereits wenige Atemzüge des hochgiftigen Brandrauchs können lebensgefährlich sein. Dass sich alle Insassen rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten und sich keine weiteren Verkehrsteilnehmer im Tunnel befanden, hat verhindert, dass dieser Brand schlimmere Folgen hatte.
Für die Dauer des Einsatzes musste der Grötzinger Tunnel vollständig gesperrt werden. Der Tunnelbetreiber untersucht nun mögliche Schäden an der Gebäudetechnik sowie an der Tunnelkonstruktion.
Ob der Tunnel kurzfristig wieder freigegeben werden kann oder die Sperrung länger andauert, ist derzeit noch unklar. Die Brandursache wird von der Polizei ermittelt.