Baden-Württemberg (dpa/tk) – Im Handwerk kommt weiter keine Partystimmung auf. Wie blicken die Betriebe in die Zukunft?
Die Stimmung in den baden-württembergischen Handwerksbetrieben bleibt angespannt. «Der kürzlich von Wirtschaftsforschern berichtete leichte Aufschwung kommt im Handwerk noch nicht an», sagte der Präsident des Verbands Handwerk BW, Rainer Reichhold, laut Mitteilung. Schwache Aufträge, gebremste Investitionen und sinkende Erwartungen zeigten, dass von einer Konjunkturwende in der Breite keine Rede sein könne.
Bei den Auftragseingängen meldeten nur 17 Prozent der Betriebe einen Anstieg, 38 Prozent verzeichneten hingegen einen Rückgang. Für das Schlussquartal rechneten 17 Prozent der Befragten mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage, 26 Prozent mit einer Verschlechterung. Damit seien die Aussichten nur minimal besser als im Vorquartal.
Die Betriebe bräuchten wieder Luft für Investitionen und damit Gründe zur Zuversicht. «Wenigstens aus Stuttgart braucht es diese Impulse, wenn schon nicht aus Berlin», sagte Reichhold. Weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Energiepreise und gezielte Investitionsanreize könnten dazu einen konkreten Beitrag leisten.