Aufatmen im Südwesten - alle Grenzwerte für Luftqualität eingehalten

20. Juni 2026 , 09:09 Uhr

Karlsruhe (pm/tk) – Gute Nachrichten für die Umwelt: Die Auswertungen der Luftqualitätsmessungen der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) für das Jahr 2025 zeigen: Die geltenden Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit wurden erneut landesweit eingehalten.

Gute Luft im Südwesten

„Die Luftqualität in Baden-Württemberg verbessert sich seit vielen Jahren kontinuierlich. Die Messungen des Jahres 2025 zeigen, dass die in den vergangenen Jahren umgesetzten Maßnahmen zur Luftreinhaltung wirken. Dazu zählen beispielsweise moderne Filtertechnik in Industrieanlagen, emissionsärmere Fahrzeuge sowie verkehrslenkende Maßnahmen wie Tempolimits“, so Dr. Ulrich Maurer, Präsident der LUBW. „Gleichzeitig machen die ab 2030 geltenden EU-Grenzwerte deutlich, dass weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Luftqualität erforderlich bleiben.“

Stickstoffdioxid

Der derzeit geltende Jahresgrenzwert für Stickstoffdioxid (NO₂) von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³) wurde im Jahr 2025 an keiner Messstation überschritten. Der höchste Jahresmittelwert wurde 2025 mit 37 Mikrogramm pro Kubikmeter an der Messstation Ludwigsburg Schlossstraße gemessen. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 wurde dieser Grenzwert noch in 18 Städten überschritten.

Feinstaub

Die Grenzwerte für Feinstaub wurden im Jahr 2025 an allen Messstationen im Land eingehalten. Die Feinstaubkonzentrationen gehen seit vielen Jahren zurück. Die Belastung schwankt jedoch von Jahr zu Jahr. So lagen die durchschnittlichen Jahresmittelwerte für Feinstaub 2025 um 1 Mikrogramm über denen der beiden Vorjahre, an den verkehrsnahen Messstationen sogar um 2 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Wetter beeinflusst Luftqualität

Die Luftqualität wird von Schadstoffemissionen und Wetterbedingungen beeinflusst. Im ersten Quartal 2025 führten länger anhaltende winterliche Hochdruckwetterlagen zu einem eingeschränkten Luftaustausch in Bodennähe. Dadurch waren die Belastungen durch Feinstaub und teilweise auch Stickstoffdioxid zeitweise erhöht.

Das Frühjahr und der Frühsommer 2025 waren ungewöhnlich warm, sonnig und trocken. Von Februar bis Juni lagen die Monatsniederschläge zwischen 25 und 64 Prozent unter den Werten der Referenzperiode 1961–1990. Insgesamt gehörte das Jahr 2025 in Baden-Württemberg zu den zehn wärmsten und sonnigsten Jahren seit Beginn der jeweiligen Messreihen.

Hitze und Ozon

Diese für die Ozonbildung günstigen Wetterbedingungen im Jahr 2025 trugen dazu bei, dass an einzelnen Messstationen der Informationsschwellenwert für Ozon von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter im Stundenmittel bereits im Juni überschritten wurde.

Die Ozonkonzentrationen lagen 2025 dennoch deutlich unter den Werten der 1990er- und frühen 2000er-Jahre. Dazu beigetragen haben insbesondere die deutlich gesunkenen Emissionen von Stickoxiden und anderen Ozonvorläufersubstanzen. „Trotz zunehmend heißer Sommer wird der Informationsschwellenwert für Ozon heute deutlich seltener überschritten als noch vor einigen Jahrzehnten“, so Maurer.

Die Auswertungen der Luftqualitätsmessungen 2025 sind auf der LUBW-Webseite Luftqualität 2025 verfügbar:
https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/luft/luftqualitaet-2025

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