Auch dieses Jahr kein Weihnachtsmarkt in Freudenstadt

25. Juli 2023 , 11:04 Uhr

Freudenstadt (pm/svs) – In genau fünf Monaten ist Weihnachten und schon jetzt ist klar: In Freudenstadt wird es auch in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt geben. Denn wie schon vergangenes Jahr fehlen einfach die Beschicker, die haben zu wenig Personal und noch dazu spielt die Kostenexplosion in fast allen Bereichen eine Rolle. 18 Stände hatten sich angemeldet – 65 wären allerdings für den Weihnachtsmarkt auf dem oberen Marktplatz in Freudenstadt notwendig. Aber weihnachtlich wird es trotzdem und zwar mit dem Wintergarten im Kurgarten Freudenstadt.

Zu wenig Beschicker

„Wir hatten insgesamt 18 Bewerber. Nötig wären mindestens 65, besser noch mehr als 80 Teilnehmer“, sagt Lukas Gauss vom Verein FreudenStadtMarketing zur Absage des Weihnachtsmarkts. Von 18 Bewerbern sind etwa die Hälfte Gastronomen. Die Händler begründen ihre Absagen vor allem mit Personalproblemen, Kostengründen oder einer Geschäftsaufgabe im Nachgang zu Corona. Oberbürgermeister Julian Osswald bedauert die Absage des Weihnachtsmarkts, hat aber Verständnis für die Entscheidung. Thomas Aurich, Vorsitzender von FreudenStadtMarketing, erklärt: „Diese geringe Zahl von Anmeldungen ist enttäuschend und lässt keine Spielräume für andere Entscheidungen. Das ist finanziell nicht vertretbar und gäbe auch kein gutes Bild ab.“

Auch 2023 gibt es den „Wintergarten“

Jetzt wollen Stadtverwaltung und Freudenstadt Tourismus frühzeitig die Weichen für einen „Wintergarten“ im Kurgarten stellen, wie bereits im vorigen Jahr. FreudenStadtMarketing
kündigt an, der Freudenstadt Tourismus als Organisatorin in Kürze eine Liste mit den Kunsthandwerkern und Gastronomen zukommen zu lassen, die sich beworben haben. „Aufgrund des großen Erfolgs im vorigen Jahr gehen wir davon aus, dass wir weitere Interessenten für den Wintergarten haben werden“, so die stellvertretende
Tourismusdirektorin Carolin Moersch.

Eigene Hütten am Marktplatz

Darüber hinaus soll den Händlern um den Marktplatz die Gelegenheit gegeben werden, in der Weihnachtszeit eigene Hütten vor den Geschäften aufzustellen und zu betreiben. Der ,Gemeinderat hat den Entwurf zur Änderung der Gestaltungssatzung in der vergangenen Woche gebilligt. Dieser soll nun mit den Akteuren abgestimmt und nach der Sommerpause verabschiedet werden. Damit könnte ein dezentraler Weihnachtsmarkt unter der Regie der Händler um den Marktplatz entstehen. Nachdem sich die Energielage stabilisiert hat, soll auch wieder eine Beleuchtung des
Marktplatzes installiert werden. Momentan laufen auch die Planungen für die neue Arkadenbeleuchtung, die 2024 mit Fördermitteln des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ installiert werden soll. „Diese wird die neuen Leuchten auf dem Marktplatz in einzigartiger Weise unterstreichen und ergänzen“, so Oberbürgermeister
Osswald

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