Karlsruhe (pm/tk) – Jedes Jahr im September treffen sich die besten Artisten der Welt im TOLLHAUS Karlsruhe. Zum 11. Mal findet das ATOLL-Festival statt. In 46 Vorstellungen sind an elf Spieltagen 25 verschiedene Stücke zu erleben, wobei der Zirkus berührende Geschichten erzählt, die Gemeinschaft feiert und mit atemberaubender Kunst die Menschen fesselt.
Die neue Geschäftsführerin des Karlsruher Kulturzentrums TOLLHAUS, Maíra Wiener, verweist auf die hohe Bedeutung der zweiwöchigen Veranstaltung: „Für uns ist ATOLL neben dem Sommerfestival ZELTIVAL einer der beiden Jahreshöhepunkte, für die bundesweite Zirkuswelt gilt Karlsruhe seit Jahren als programmstärkstes und herausragendes Festival, das zwar vor allem auf das Publikum ausgerichtet ist, aber auch viele Fachbesucherinnen und -besucher aus dem In- und Ausland anzieht.“
Bereits zum elften Mal lädt das ATOLL Festival vom 17. bis 27. September nach Karlsruhe ein, neue Zirkuskunst zu entdecken. In 46 Vorstellungen sind an elf Spieltagen 25 verschiedene Stücke zu erleben, wobei der Zirkus berührende Geschichten erzählt, die Gemeinschaft feiert und mit atemberaubender Kunst die Menschen fesselt. 2026 präsentiert ATOLL Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Marokko, Italien, Frankreich, Grossbritannien, Spanien, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz.
Auf Katalonien liegt in diesem Jahr ein besonderer Fokus, denn seit vielen Jahren macht die Region im Norden Spaniens gerade im Bereich des zeitgenössischen Zirkus immer wieder auf sich aufmerksam. So sind es in diesem Jahr mehrere Produktionen, die zum Abschluss des Programms Meridian(s) Katalonien bei ATOLL gastieren. Dabei handelt es sich neben dem unter die Haut gehenden Solo „Foradada“ der Künstlerin Africa Llorens und der auf hohem Seil eine berührende Quichotterie zeigenden Cia La Corcoles auch um die Compañía de circo eia, die bei Atoll ihr neues Stück „secrets“ uraufführen wird.
Auf die hohe Relevanz des zeitgenössischen Zirkus verwies vor der Presse auch Stefan Schönfeld, der nicht nur in der Szene ein hohes Maß an gesellschaftspolitischer Bewusstheit ausmacht, sondern gerade auch auf die Verbindnung von zirkuskultureller Tradition und sehr gegenwartsorientierten Stücken verweist. So böten die sechs belgischen Artistinnen von Movedbymatter verknüpfen die uralte zirzensische Zopfhangtechnik mit der Botschaft von Mystikerinnen vergangener Jahrhunderte.
Zirkusinnovator Claudio Stellato präsentiert sein neues Stück „People“, das sich mit Obdachlosigkeit beschäftigt – nachdenklich, humorvoll und empathisch.
Eröffnet wird ATOLL in diesem Jahr durch die Groupe Acrobatique de Tanger mit dem neuen Stück „KA-IN“. Mit atemberaubender Körperlichkeit, Leichtigkeit und Humor verbindet das 13-köpfige Ensemble waghalsige marokkanische Menschentürme und Salti ohne doppelten Boden mit urbanen Bewegungsformen wie Parkour und Breakdance.
Ebenfalls am Eröffnungstag startet das italienisch-belgische Duo Jef Everaert und Marica Marinoni sein zweitägiges Gastspiel mit dem von einem intensiven körperlichen Dialog mit dem Metallrad, genannt Cyr, geprägten Stück „In Difference“.
Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr widmet ATOLL am Sonntag, 20. September, wieder einen ganzen Nachmittag dem Kinder- und Familienprogramm. Da gibt es von 12 bis 18 Uhr Mitmachangebote, Shows der Zirkusgruppe Oberreut und das Hochseiltanzstück „H“ von der Compagnie La Corcoles (ES). Dazu Einblicke in „Mini-Cellula“, Vorstellungen der Berliner Artistengruppe Juribonke sowie die deutsch-französische Zirkuskompanie LaMule Cirque mit ihrem märchenhaft zirzensischen Stück „meer Meer MEER“. Dank der Unterstützung der Badischen Neuesten Nachrichten und anderer Partner sind sämtliche Angebote des ATOLL-Familientags eintrittsfrei. Zudem präsentiert das ATOLL Festival an seinem Abschlusstag mit der Schweizer Cie Roikkuva und ihrem Stück „Cosmic Carousel“ ein ausgesprochenes Familienprogramm.
Das komplette Programm, Infos und Tickets gibt es unter www.atoll-festival.de.