Anlagenbetrüger ergaunern halbe Million Euro im Großraum Karlsruhe

27. März 2021 , 10:40 Uhr

Karlsruhe (pol/bo) – Anlagebetrüger haben in der vergangenen Woche bei bislang sieben bekannten Fällen im Großraum Karlsruhe rund eine halbe Million Euro ergaunert. Die Polizei warnt daher eindringlich vor vermeintlich hochrentablen Anlagegeschäften.

Opfer in Karlsruhe um 230.000 Euro betrogen

Bereits im Januar dieses Jahres war es vermeintlichen Anlagevermittlern gelungen, Anleger durch Versprechen auf traumhafte und sichere Gewinne im großen Stil um deren Vermögen zu bringen. Trotz intensiver Präventionsmaßnahmen  der Polizei schlugen diese nun erneut im Großraum Karlsruhe zu und ergaunerten in der vergangenen Woche bei bislang sieben bekannten Fällen rund eine halbe Million Euro. Allein bei einem Anleger erbeuteten die Täter rund 230.000 Euro.

Erste Kontaktaufnahme via Telefon, E-Mail oder im Internet

Wie die Polizei mitteilt, erfolgt die erste Kontaktaufnahme  der Betrüger meist unaufgefordert per Telefon, über E-Mail oder im Internet. Zumeist arbeiten die Betrüger aus dem Ausland mit falschen Rufnummern und geben beispielsweise vor, nur für kurze Zeit einem exklusiven Anlegerkreis Aktien oder Anlagen in Krypto-Währungen mit einem hohen Rabatt anbieten zu können. Aber auch über massenhaft versandte E-Mails oder durch Inserate im Internet wird geworben. In diesem Zusammenhang werden gerne auch die Namen von prominenten Personen des öffentlichen Lebens mit angeführt, die mit derselben Anlagemöglichkeit bereits Millionen Euro verdient hätten. Wenige Tage oder Wochen später würde man die Geldeinlage zu einem garantierten höheren Festpreis, also mit außergewöhnlich hoher Rendite, wieder zurücknehmen.

Vermeintliche Finanzanlagen existieren in Wirklichkeit nicht

Mit solchen Lockangeboten werden die Opfer zu Geldüberweisungen ins Ausland verleitet. Die Betrüger lassen den Anlegern daraufhin gefälschte Anlage- und Renditebestätigungen per E-Mail oder Fax zukommen. Auch der anschließende Kontakt erfolgt ausschließlich übers Telefon, per E-Mail oder Fax. Zur Untermauerung richten professionell und häufig über sogenannte Call-Center agierende Betrüger oft aufwändige Webseiten im Internet ein, die Seriosität vermitteln sollen. Hier können sich die Opfer einloggen. Auf vermeintlich ihren eigenen Konten würden sie die Finanzanlage bei vorgegaukelten, stetig steigenden Gewinnen überwachen können. Nachdem die Anleger aufgrund von vorgetäuschten Renditebestätigungen bei zunächst niedrigen Einlagen Vertrauen geschöpft haben, werden in der Regel mutig auch größere Beträge angelegt.
Die Betrüger überzeugen oder drängen gar die Opfer in der Folge zu immer weiteren Einzahlungen. Vorgeschoben werden plötzlich eingetretene Probleme, etwa der Entrichtung von Steuern im Ausland oder unerwartet entstandene Notarkosten, die nur durch weitere Nachzahlungen auszuräumen seien. Das einbezahlte Geld ist in der Regel endgültig verloren und Täter aufgrund ihrer geschickten Verschleierungen im Ausland nur selten zu ermitteln.

Polizei appelliert zur Vorsicht

Da im Großraum Karlsruhe schon mehrfach Geschädigte auf diese Art und Weise ihre kompletten Geldeinlagen, nicht selten im sechsstelligen Eurobereich, verloren haben appellieren die Betrugsermittler der Kripo nochmals ausdrücklich:

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