Rastatt (pm/ms) – Bald sollen die ersten Züge durch den Tunnel Rastatt rollen. Dafür hat die Deutsche Bahn jetzt einen wichtigen Schritt gemacht: Auf Teilen der Neubaustrecke ist die Oberleitung bereits unter Strom.
Die Deutsche Bahn hat in der Nacht von Donnerstag, 4. Juni, auf Freitag, 5. Juni 2026, den Strom auf der Neubaustrecke von Rheinstetten, dem „Abzweig Bashaide“, bis Bietigheim eingeschaltet.
In der Nacht von Mittwoch, 10. Juni, auf Donnerstag, 11. Juni 2026, folgt dann der nächste Abschnitt bis Rastatt Süd. Dazu gehört auch der Tunnel Rastatt.
Damit ist laut Bahn ein weiterer wichtiger Grundstein gelegt, damit die Neubaustrecke mit dem Tunnel Ende des Jahres in Betrieb genommen werden kann.
Die Oberleitung steht unter einer Spannung von 15.000 Volt. Die Deutsche Bahn warnt deshalb ausdrücklich vor den Gefahren beim unbefugten Betreten von Bahnanlagen.
Schon ein Abstand von weniger als 1,5 Metern zur Oberleitung und ihrer Aufhängung kann zu einem tödlichen Stromschlag führen.
Die Warnung gilt nicht nur für Menschen, die Gleise oder Bahnanlagen betreten. Auch das Hantieren mit Luftballons, Drachen oder Wasserschläuchen in der Nähe der Oberleitung kann lebensgefährlich sein.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es online unter www.karlsruhe-basel.de sowie auf den Social-Media-Kanälen des Bahnprojekts Karlsruhe–Basel und des Tunnel Rastatt.
Das Bahnprojekt Karlsruhe–Basel wird von der Europäischen Union kofinanziert.
Nach aktuellem Stand soll der Tunnel Rastatt Ende 2026 in Betrieb genommen werden. Die Deutsche Bahn arbeitet eigenen Angaben zufolge darauf hin, dass erste Züge wie geplant Ende 2026 durch den Tunnel fahren können. Als weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin gilt das neue Elektronische Stellwerk Kreuzacker: Seit dem 16. März 2026 steuert die Anlage bereits die Signale auf dem Abschnitt vom Abzweig Bashaide über den Tunnel Rastatt bis nach Rastatt Süd. Die Bahn bezeichnet das Stellwerk als wichtigen Meilenstein für die geplante Inbetriebnahme des neuen Streckenabschnitts Ende 2026.