Abgewählter KSC-Vizepräsident warnt vor «ganz falscher Richtung»

01. März 2024 , 15:44 Uhr

Der beim Fußball-Zweiligisten Karlsruher SC als Vizepräsident abgewählte Martin Müller ist nach eigener Aussage erleichtert. «Ich bin mit dem Gefühl raus, jetzt hast du noch einmal die Sachen ansprechen können, bei denen die Leute in Zukunft hoffentlich darauf achten, damit hier nicht etwas in eine ganz falsche Richtung läuft», sagte er der Deutschen Presse-Agentur einen Tag nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung, bei der am Donnerstag rund 60 Prozent der Stimmberechtigten für Müllers Abwahl votiert hatten.

Fehlverhalten konnte nicht nachgewiesen werden

Dem 59-Jährigen wurde vorgeworfen, interne Informationen weitergegeben zu haben. Ein tatsächliches Fehlverhalten konnte nicht nachgewiesen werden. Am Ende hatte auch Dieter Gläser als Vorsitzender des antragstellenden Mitgliederrats erklärt, dass die Schuldfrage wahrscheinlich gar nicht beantwortet werden könne. Es sei dem Gremium vielmehr darum gegangen, die Führungskrise des Vereins zu beenden.

«Grenzüberschreitung»

Den Umgang mit seiner Person empfand Müller als «Grenzüberschreitung, weil diese Leute gar nicht wissen, was sie getan haben», sagte er. Er selbst sei zwar ein relativ stabiler Charakter. Dennoch werde er künftig gegen Verleumdung und üble Nachrede vorgehen. KSC-Trainer Christian Eichner, der die virtuelle Abstimmung zwei Tage vor der Partie am Samstagabend gegen die SpVgg Greuther Fürth (20.30 Uhr/Sky und Sport1) ebenfalls verfolgt hatte, wollte sich zur Entscheidung nicht weiter äußern. Ihm sei es aber auch wichtiger, wenn die sportlichen Erfolge in den Vordergrund rücken würden, sagte er: «Ich fände es einfach eine coole Geschichte, wenn man irgendwann mal drei, vier Seiten über den Sport schreiben würde. Und daran arbeiten wir.»

Anzeige
abgewählt Abwahl Karlsruher SC KSC Martin Müller Vizepräsident,

Das könnte Dich auch interessieren

08.07.2026 „Fidelitas“ auf der Brust: So sieht das neue KSC-Heimtrikot aus Karlsruhe (pm/svs) - Blau bleibt Pflicht im BBBank Wildpark: Der Karlsruher SC hat sein neues Heimtrikot für die Saison 2026/27 vorgestellt. Im Mittelpunkt steht diesmal ein besonderes Karlsruher Symbol: das Stadtwappen mit der Inschrift „Fidelitas“. 01.06.2026 KSC holt Jason Ponente Ramirez: Offensivtalent kommt aus Köln Karlsruhe (pm/svs) - Der Karlsruher SC arbeitet weiter am Kader für die Saison 2026/27. Mit Jason Ponente Ramirez kommt ein junger Offensivspieler aus dem Nachwuchs des 1. FC Köln nach Karlsruhe. Der 19-Jährige soll bei den Blau-Weißen den nächsten Schritt machen. 20.05.2026 KSC verliert David Herold: Linksverteidiger wechselt zu Borussia Mönchengladbach Karlsruhe (pm/svs) - David Herold hat sich beim Karlsruher SC in nur drei Jahren vom Herausforderer zum Stammspieler entwickelt. Jetzt geht der 23-Jährige den nächsten Schritt: Zur neuen Saison wechselt der Linksverteidiger in die Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach. Möglich wird der Wechsel durch eine Ausstiegsklausel mit einer festgeschriebenen Ablösesumme. 23.04.2026 KSC vor Hannover-Spiel: Eichner will kein Austrudeln Karlsruhe (dpa/svs) - Der KSC kann im Saisonendspurt der 2. Liga noch zum Faktor im Aufstiegsrennen werden - allerdings nur als Gegner der Top-Teams. Für den Club selbst geht es um einen versöhnlichen Abschluss. Am Samstag ist Hannover 96 zu Gast im Karlsruher Wildpark.