Leonberg (dpa/tk) – In meistbefahrenen Autobahntunnel Baden-Württembergs hat es gebrannt. Eine Röhre bleibt gesperrt – was bedeutet das für Autofahrer?
Die A81 ist nach dem Brand im Engelbergtunnel westlich von Stuttgart wieder in eine Richtung befahrbar. Die Oströhre in Fahrtrichtung Heilbronn wurde in den frühen Morgenstunden freigegeben, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Die Weströhre müsse aufgrund der großen Schäden auf unbestimmte Zeit gesperrt bleiben. Der Brand habe die Betriebstechnik hier auf mehrere hundert Meter zerstört, hieß es.
Nach Angaben der Autobahn GmbH konnten die Einsatzkräfte den ausgebrannten Lastwagen-Auflieger samt Fracht in der Nacht bergen. Der Tunnel musste dazu außer Betrieb genommen, das heißt stromlos geschaltet werden. Die zerstörte Tunneltechnik wurde zurückgebaut, die losen Betonteile an der Tunnelschale entfernt und Edelstahlgitter zur Sicherung montiert.
Am Dienstagnachmittag war ein mit Kühlschränken beladener Lastwagen-Anhänger in dem vielbefahrenen Tunnel ausgebrannt. Beide Röhren wurden gesperrt. Weil das Feuer in der Weströhre massive Schäden hinterließ, waren nach Angaben der Autobahn GmbH Sicherheitsprüfungen nötig. Zudem mussten das Anhänger-Wrack und weitere Fahrzeuge geborgen werden.
Der Lkw-Fahrer hatte den Anhänger abgekoppelt, so dass keine weiteren Fahrzeuge in Brand gerieten, wie die Feuerwehr mitteilte. Zwei Menschen erlitten Rauchvergiftungen und wurden ins Krankenhaus gebracht. Rund 30 weitere Betroffene wurden den Angaben zufolge von Rettungskräften versorgt. Fast 400 Einsatzkräfte waren laut der Autobahn GmbH vor Ort.
Der Engelbergtunnel ist nach ADAC-Angaben der verkehrsreichste Autobahntunnel Baden-Württembergs. Die Polizei hatte nach dem Brand geraten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Auch die Überleitung Karlsruhe in Richtung Heilbronn bleibe gesperrt.
An der Tunneldecke der Weströhre platzte durch die Hitze Beton ab. Die Kabel der Tunnelsteuerung sowie der Brandmeldeanlage seien verschmort, teilte die Autobahn GmbH mit.