81 Jahre nach der Bombennacht: Pforzheim gedenkt der Opfer vom 23. Februar

13. Februar 2026 , 12:43 Uhr

Pforzheim (pm/dk) – Am 23. Februar 2026 jährt sich die verheerende Bombardierung Pforzheims durch die Royal Air Force zum 81. Mal. Innerhalb von nur 22 Minuten verloren rund 18.000 Menschen ihr Leben, die Stadt wurde nahezu vollständig zerstört. Unter dem Leitsatz „Erinnern, Gedenken, Gestalten“ lädt die Stadt Pforzheim zu einem umfangreichen Gedenkprogramm ein.

Gedenken auf dem Hauptfriedhof

Das traditionelle Gedenken beginnt um 15 Uhr auf dem Hauptfriedhof. Nach einer Ansprache von Oberbürgermeister Peter Boch folgen weitere Redebeiträge sowie ein gemeinsames Gebet.

Alle Teilnehmenden sind eingeladen, Rosen auf den Gräbern des Großgräberfelds abzulegen. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Bläserensemble des Musikzugs der Feuerwehr.

„Ich möchte allen Akteurinnen und Akteuren danken, die mit ihrem Engagement zu der Vielzahl an Angeboten beitragen und damit nicht nur Raum für friedliches Gedenken schaffen, sondern auch ein Zeichen für Frieden und Demokratie setzen“, so Oberbürgermeister Peter Boch.

Abendgedenken auf dem Marktplatz

Um 19.30 Uhr beginnt das Abendgedenken auf dem Marktplatz mit einer Begrüßung durch Dekanin Christiane Quincke.

Es folgen ein musikalischer Beitrag von Selda Falke und Alexander Wolfinger sowie die Verlesung der Erklärung zum 23. Februar durch Mitglieder des Internationalen Beirats. Nach einer weiteren Ansprache von Oberbürgermeister Peter Boch und einem Musikstück läuten um 19.48 Uhr, dem Zeitpunkt des Angriffs vor 81 Jahren, alle Pforzheimer Kirchenglocken für 22 Minuten.

Zeitgleich wird die Friedenstaube auf den Wartbergturm und auf die Fassade des Neuen Rathauses projiziert. Dort ist sie im Wechsel mit historischen Fotografien zerstörter Städte zu sehen. Den Abschluss bildet der traditionelle interreligiöse Segen durch Mitglieder des Rats der Religionen.

Vielfältiges Begleitprogramm

Neben den zentralen Gedenkveranstaltungen gibt es zahlreiche weitere Angebote für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Dazu zählen Führungen, Ausstellungen und Filmbeiträge zur Zerstörung und zum Wiederaufbau der Stadt sowie zur Geschichte Pforzheims im Nationalsozialismus.

Das vollständige Programm, Livestreams und weitere Informationen gibt es online.

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