38,3 heiße Tage: Klimawandel in Baden-Baden deutlich spürbar

19. August 2026 , 15:13 Uhr

Baden-Baden (pm/ms) – Hitze, Trockenheit und Niedrigwasser haben den Sommer 2026 in Baden-Baden geprägt. Aktuelle Temperaturdaten zeigen, wie deutlich sich die Werte inzwischen vom langjährigen Referenzzeitraum unterscheiden. Die Stadt verweist deshalb auch auf Angebote zu Klimaanpassung, Energie und Sanierung.

Deutlich mehr Tage mit über 30 Grad

In Baden-Baden wurden bereits 38,3 heiße Tage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad verzeichnet. Das sind 32,3 Tage mehr als im Referenzzeitraum von 1961 bis 1990.

Auch besonders hohe Temperaturen traten deutlich häufiger auf: Bei den Tagen mit mehr als 35 Grad liegt der aktuelle Wert bei 10,5 Tagen. Gegenüber dem Referenzzeitraum entspricht das einem Plus von 10,3 Tagen.

Neben der Hitze machten sich in diesem Sommer auch Niedrigwasser sowie anhaltende Trockenheit und Dürre bemerkbar. Natur und Umwelt wurden dadurch belastet, außerdem kam es zu mehreren Brandereignissen.

Stadt verweist auf Klimaschutz und Klimaanpassung

„Die deutlich höheren Werte der letzten Monate zeigen uns, dass wir agieren müssen. Wir haben daher bereits vor Wochen auf die Kühle-Orte-Karte und auf die Trinkbrunnen im Stadtkreis hingewiesen. Klimaschutz und Klimaanpassung sind Themen, mit denen wir uns als Gesellschaft gemeinsam befassen müssen. Nicht nur die Stadt als Institution, sondern alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert Ihren Anteil dazu beizutragen“, sagt Erster Bürgermeister Alexander Wieland.

Energiesprechstunde in Sandweier

Unterstützung bei konkreten Maßnahmen bietet die Energieagentur Mittelbaden gemeinsam mit der Stadt Baden-Baden und weiteren Partnern.

Eine persönliche Beratung ist bei der Energiesprechstunde am Donnerstag, 24. September, von 14 bis 17 Uhr in der Ortsverwaltung Sandweier möglich. Dafür ist eine Anmeldung erforderlich.

Zusätzlich gibt es Vor-Ort- und Online-Vorträge unter anderem zu Photovoltaik und Heizungstausch sowie eine individuelle telefonische Energieberatung.

Kostenlose Checks für Photovoltaik, Gebäude und Heizung

Interessierte können außerdem verschiedene Check-up-Angebote nutzen. So können beispielsweise bis zu drei Photovoltaik-Angebote kostenlos geprüft werden.

Gemeinsam mit der Verbraucherzentrale werden außerdem ein Gebäude-Check für Eigentümerinnen und Eigentümer, ein kostenfreier Basis-Check für Mieterinnen, Mieter sowie Haus- und Wohnungseigentümer und ein Eignungs-Check Heizung für geplante Heizungswechsel angeboten.

Auch für Wärmepumpen gibt es einen kostenfreien Check. Dabei können bis zu drei Angebote von Fachleuten geprüft und anschließend in einer persönlichen Videoberatung erläutert werden.

Weitere Informationen und Termine gibt es bei der Energieagentur Mittelbaden unter www.energieagentur-mittelbaden.de, per E-Mail an kontakt@energieagentur-mittelbaden.de oder telefonisch unter 07222 159080.

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