35,5 Millionen Euro für Karlsruher Gleise: VBK-Strecken werden grundlegend erneuert

17. Dezember 2025 , 14:49 Uhr

Karlsruhe (pm/dk) – Gute Nachrichten für Karlsruhes Nahverkehr: Bund und Land fördern die Grunderneuerung von zwei wichtigen Straßenbahnstrecken der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) mit insgesamt rund 35,5 Millionen Euro. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup sieht darin einen wichtigen Schritt für eine klimafreundliche Mobilität in der Stadt.

Mentrup: „Wichtiger Beitrag zur Erneuerung unserer Verkehrsinfrastruktur“

Mentrup begrüßt den Förderbescheid ausdrücklich. „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Erneuerung unserer Verkehrsinfrastruktur“, sagt der OB. Investitionen in die Straßenbahn-Infrastruktur seien gut angelegtes Geld, weil ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr Alternativen zum Auto biete. Wer umsteige, entlaste die Stadt beim Verkehrslärm und beim Parkplatzdruck – und helfe zugleich, Schadstoffe und Treibhausgase zu reduzieren.

Welche Strecken betroffen sind

Gefördert wird die Erneuerung zweier Streckenabschnitte, finanziert aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG). Zum einen geht es um die Strecke in der Oststadt und Waldstadt: Vom Durlacher Tor bis zur Europäischen Schule sollen die Gleise auf den neuesten Stand gebracht werden. Zum anderen steht die Trasse über die Schillerstraße, vorbei an der Europahalle, bis nach Oberreut zur Erneuerung an.

Der Bund beteiligt sich dabei mit 28,2 Millionen Euro, das Land Baden-Württemberg steuert 7,1 Millionen Euro bei.

VBK: Netz muss dauerhaft instandgehalten werden

Auch Christian Höglmeier, technischer Geschäftsführer der VBK, begrüßt die Förderung. „Wir freuen uns sehr, dass Bund und Land kräftig in die unverzichtbare Erneuerung unserer Gleisinfrastruktur in der Fächerstadt investieren“, sagt er. Für ein zuverlässiges und qualitativ hochwertiges Angebot müsse das weitverzweigte Schienennetz kontinuierlich instandgehalten werden. Die Zufriedenheit der Fahrgäste hänge eng mit einem intakten Netz zusammen – auch, weil ein reibungsloser Betrieb Voraussetzung für pünktliche Bahnen sei.

Auch Haltestellen werden modernisiert und barrierefrei

Auf den beiden Streckenabschnitten sollen nicht nur Gleise erneuert werden, sondern auch Unterbau, Oberleitungen, Weichen samt Steuerung, Lichtsignalanlagen, Bahnübergangssicherungen sowie die Haltestellenbeleuchtung – jeweils nach heutigem Stand der Technik.

In der Waldstadt sollen die Arbeiten voraussichtlich in den Pfingstferien 2026 beginnen – zeitgleich mit dem barrierefreien Ausbau der Haltestellen. Für neue Bahnsteige und Zuwege stellt das Land zusätzlich 8,13 Millionen Euro aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz bereit.

In der Schillerstraße soll die Grunderneuerung ebenfalls im kommenden Jahr starten. Für die Karl-Wilhelm-Straße und die Haid-und-Neu-Straße ist nach aktuellem Stand 2027 vorgesehen.

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