30 Jahre EMAS: Stadtwerke Karlsruhe für nachhaltiges Handeln ausgezeichnet

22. Juli 2026 , 11:53 Uhr

Karlsruhe (pm/dk) – Die Stadtwerke Karlsruhe arbeiten seit drei Jahrzehnten nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS. Zum Jubiläum würdigte das Bundesumweltministerium das langjährige Engagement des Unternehmens für Umwelt- und Klimaschutz.

Mehr als 550 Umweltmaßnahmen umgesetzt

Bereits am 11. April 1996 wurden die Stadtwerke Karlsruhe in das Umweltmanagementsystem EMAS aufgenommen. Seitdem ist der Umwelt- und Klimaschutz fester Bestandteil der Unternehmensentwicklung.

In den vergangenen 30 Jahren wurden nach Angaben der Stadtwerke mehr als 550 Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören Investitionen in eine klimafreundlichere Wärmeversorgung, die Nutzung industrieller Abwärme, Energiesparmaßnahmen und die Modernisierung der Infrastruktur.

EMAS steht für „Eco-Management and Audit Scheme“. Die Fortschritte der teilnehmenden Unternehmen werden regelmäßig veröffentlicht und durch unabhängige Umweltgutachter überprüft.

Fernwärme zu rund 90 Prozent aus Abwärme und Kraft-Wärme-Kopplung

Die Karlsruher Fernwärme stammt heute zu rund 90 Prozent aus Abwärme und Kraft-Wärme-Kopplung. Dadurch werden laut Stadtwerken jährlich etwa 150.000 Tonnen CO₂ im Vergleich zur Wärmeerzeugung mit Erdgas vermieden.

Auch am Verwaltungsstandort konnten Verbräuche gesenkt werden. Seit der energetischen Sanierung und der Optimierung der Gebäudetechnik im Jahr 2019 gingen die Wärmeverbräuche um rund 50 Prozent und die Stromverbräuche um rund 38 Prozent zurück.

Jubiläumsurkunde vom Bundesumweltministerium

Anlässlich des Jubiläums besuchte die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter die Stadtwerke Karlsruhe. Bei einem Festakt überreichte sie eine Jubiläumsurkunde.

„Die langjährige Teilnahme am Umweltmanagementsystem EMAS lohnt sich doppelt: für den Umwelt- und Klimaschutz sowie den unternehmerischen Erfolg. Das zeigen die Stadtwerke Karlsruhe in vorbildlicher Weise. EMAS steht für konsequenten Umweltschutz. Dank der strategischen und langfristigen Verankerung des Umweltmanagements im Unternehmen schauen die Stadtwerke heute auf eine 30-jährige Erfolgsbilanz. Die zahlreichen Effizienzmaßnahmen haben beträchtliche Mengen an Energie, Ressourcen und Treibhausgas-Emissionen eingespart, die Betriebskosten gesenkt und Abhängigkeiten vom globalen Energiemarkt reduziert“, sagt Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium.

Stadt Karlsruhe würdigt langjähriges Engagement

Auch Karlsruhes Bürgermeisterin und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz hob die Bedeutung der Arbeit hervor.

„Die Stadtwerke Karlsruhe zeigen seit drei Jahrzehnten, dass Versorgungssicherheit, wirtschaftlicher Erfolg und Klimaschutz gemeinsam gedacht werden können. Dieses Engagement trägt seit vielen Jahren zur nachhaltigen Entwicklung unserer Stadt bei. Dass die Stadtwerke bereits seit 30 Jahren nach EMAS arbeiten, unterstreicht ihren Anspruch, Verantwortung dauerhaft transparent und messbar wahrzunehmen. Als kommunales Unternehmen leisten sie damit seit Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag für die Lebensqualität, die Zukunftsfähigkeit und den Klimaschutz in Karlsruhe“, so Aufsichtsratsvorsitzende und Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz.

„Klimaschutz braucht Haltung und Durchhaltewillen“

Markus Schleyer, Leiter des Umweltschutzes und Umweltmanagementbeauftragter der Stadtwerke Karlsruhe, betonte die Bedeutung messbarer Fortschritte.

„30 Jahre EMAS stehen bei den Stadtwerken Karlsruhe für eines ganz klar: Klimaschutz braucht Haltung und Durchhaltewillen. Das weltweit anspruchsvollste Umweltmanagementsystem fordert Transparenz und messbare Fortschritte. Genau das macht den Unterschied zu anderen Systemen. EMAS gibt uns dafür den verlässlichen Rahmen, kontinuierlich besser zu werden“, so Markus Schleyer.

Stadtwerke-Geschäftsführerin Iman El Sonbaty erklärte:

„Klimaschutz entsteht nicht durch einzelne Projekte, sondern durch konsequente Entscheidungen über Jahrzehnte hinweg. Genau dafür steht EMAS bei den Stadtwerken Karlsruhe seit 30 Jahren. Es hilft uns, Verantwortung messbar zu machen und Nachhaltigkeit dauerhaft in unternehmerisches Handeln zu übersetzen. Darauf sind wir stolz – und verstehen es zugleich als dauerhaften Auftrag für die Zukunft.“

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