26 Jahre nach Tod von Landauer Studentin: Über 100 Hinweise nach TV-Sendung

19. Januar 2023 , 09:08 Uhr

Fast genau 26 Jahre nach dem Tod einer Freiburger Studentin könnte die ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY… ungelöst» die Ermittler ein wenig vorangebracht haben. Es seien insgesamt mehr als 100 Hinweise bei der Polizei und im Fernsehstudio eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen in Konstanz der Deutschen Presse-Agentur und ergänzte: «Für so einen relativ alten Fall kann man durchaus sagen, dass das viele Hinweise sind.» Die meisten Menschen hätten sich wegen eines Autos gemeldet, das in dem ungelösten Mordfall eine wichtige Rolle gespielt hat. Die Hinweise würden nun ausgewertet.

Leiche im Landkreis Tuttlingen gefunden

Die Leiche der 26-jährigen Eva Götz war am 27. Januar 1997 auf einer Landstraße bei Leipferdingen im Landkreis Tuttlingen gefunden worden. Laut Staatsanwaltschaft Rottweil wurde die Biologiestudentin vermutlich auf dem Heimweg in Freiburg in einen Wagen gezerrt, im dem sie möglicherweise auch getötet wurde. Sie kam an dem Abend laut Ermittlern von einem Heimatbesuch bei den Eltern in Landau in der Pfalz zurück. Vom Täter fehlt seither jede Spur.

Täter hat vermutlich gezielt nach junger Frau gesucht

Der am Mittwochabend im ZDF-Fernsehstudio zur Tat interviewte Kriminalhauptkommissar Andreas Reichert von der Kriminalpolizei Rottweil sagte, die Ermittler schlössen eine Beziehungstat aus. Die Studentin sei wohl eine Zufallsbegegnung gewesen. «Der Täter dürfte dabei auch gezielt nach einer jungen Frau gesucht haben», sagte er in der Sendung. «Er hat hierbei sexuell motiviert gehandelt.» Es gebe DNA-Spuren, die allerdings noch niemandem zugeordnet werden konnten.

Zeugen werden gebeten sich zu melden

Er appellierte an mögliche Zeugen, sich zu melden. Der Täter könne sich unter Umständen jemandem anvertraut oder Andeutungen zu seiner Tat gemacht haben. Die Ermittler gehen nach Aussagen von Reichert auch davon aus, dass der unbekannte Täter bereits vor dem Mord andere Frauen belästigt haben könnte. Für Hinweise zur Aufklärung der Tat ist eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

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