Baden-Württemberg (dpa/dk) – Viel Sonne, hohe Temperaturen und trotzdem reichlich Regen: Das Wetterjahr 2025 hat in Baden-Württemberg einige Besonderheiten mitgebracht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zieht jetzt eine vorläufige Bilanz – und die fällt teils überraschend aus.
Auch wenn sich das Wetter aktuell eher kühl anfühlt: 2025 war im Südwesten insgesamt ungewöhnlich warm. Die durchschnittliche Temperatur lag bei 10,2 Grad. Das sind 2,1 Grad mehr als im Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990.
Zum Vergleich: Deutschlandweit lag das Mittel bei 10,1 Grad, also 1,9 Grad über der international gültigen Referenzperiode.
Die Temperaturspanne im Land war groß.
Höchste Temperatur: 38,7 Grad am 2. Juli in Waghäusel (Landkreis Karlsruhe)
Tiefste Temperatur: minus 17,6 Grad am 4. Januar in Meßstetten (Zollernalbkreis)
Beide Werte waren laut DWD keine bundesweiten Rekorde, zeigen aber die starken Ausschläge im Jahresverlauf.
Der Juni 2025 war der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Insgesamt zeigte sich das Jahr außergewöhnlich sonnig:
Die Sonnenscheindauer erreichte 1.980 Stunden – das sind rund 23 Prozent mehr als der Referenzwert von 1.607 Stunden.
Mit rund 860 Litern Regen pro Quadratmeter lag Baden-Württemberg zwar an der Spitze im bundesweiten Vergleich. Trotzdem war das Jahr im Vergleich zum langjährigen Mittel von 980 Litern relativ trocken.
Besonders hohe Mengen gab es im Schwarzwald, wo teils über 1.500 Liter innerhalb von zwölf Monaten gemessen wurden. Auffällig nass war vor allem der September.
Zum Vergleich: Deutschlandweit rechnet der DWD für 2025 mit 655 Litern Niederschlag pro Quadratmeter – das entspricht einem Minus von 17 Prozent gegenüber der Referenzperiode.