200 Jahre KIT: Karlsruher Exzellenzuniversität feiert Jubiläum

21. Februar 2025 , 12:25 Uhr

Karlsruhe (dpa/dk) – Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) feiert sein 200-jähriges Bestehen – und das wurde gebührend geifert. Bei einem großen Festakt wurde mit zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik und Wissenschaft auf die vergangenen 200 Jahre zurück geblickt.

Kretschmann hebt Innovationskraft hervor

Bundesforschungsminister Cem Özdemir (Grüne) betonte in seiner Rede die zentrale Bedeutung des KIT für die Zukunftsforschung: „Wir brauchen Sie mehr denn je.“ Angesichts globaler Herausforderungen müsse Deutschland Schlüsseltechnologien beherrschen – andernfalls würden sie uns beherrschen, so Özdemir.

Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) lobte die Innovationskraft des KIT. Gerade in Zeiten, in denen viele Nachrichten von Krisen geprägt seien, schaffe wissenschaftlicher Fortschritt Zuversicht. „Hier wird Neues gedacht und entwickelt“, betonte Kretschmann.

Wissenschaftsfreiheit im Fokus

Während vor den Toren des KIT Demonstranten gegen die AfD protestierten, sprach sich Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) im Festsaal für die uneingeschränkte Freiheit der Wissenschaft aus. „Seit 1945 war es nie wichtiger als jetzt, sich für Wissenschaftsfreiheit einzusetzen“, erklärte sie.

KIT-Präsident Jan S. Hesthaven, seit Oktober im Amt, sieht die größte Herausforderung in der Geschwindigkeit, mit der heute Lösungen gefunden werden müssen – ohne dabei die Gesellschaft zu spalten. Demokratische Werte wie Offenheit, Vielfalt und Respekt seien dafür essenziell.

Mehr Start-ups für Deutschland

Als eine der führenden Forschungsuniversitäten in der Helmholtz-Gemeinschaft beschäftigt das KIT rund 10.000 Mitarbeiter und zählt etwa 22.800 Studierende in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften.

Helmholtz-Präsident Otmar Wiestler hob hervor, wie wichtig der internationale Austausch sei – insbesondere innerhalb Europas, aber auch mit Partnern wie China. Zudem müsse Deutschland sein Wissen besser wirtschaftlich verwerten. Junge Talente sollten stärker zur Gründung von Start-ups ermutigt werden, wobei staatliche Förderung und private Investitionen eine entscheidende Rolle spielten.

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