Vergangene Woche Donnerstag, gegen 8:45 Uhr, informierten Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit die Bundespolizei am Karlsruher Hauptbahnhof über eine männliche Person, die im Begriff gewesen sein soll, Reisende zu bestehlen. Hierbei habe der Mann versucht, in die Gepäckstücke der Reisenden zu greifen.
Beamte der Bundespolizei nahmen daraufhin den 20-jährigen tunesischen Staatsangehörigen vorläufig fest und verbrachten ihn zur Wache am Hauptbahnhof. Auf dem Weg dorthin beleidigte der Tatverdächtige die Beamten wohl mehrfach verbal. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann von der Wache entlassen.
Nur kurze Zeit später informierten Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG die Bundespolizei erneut über einen Mann, der ohne Gepäck in den am Bahnsteig 3 stehenden ICE 374 eingestiegen und diesen unmittelbar danach mit zwei Taschen verlassen haben soll. In einer sofort eingeleiteten Fahndung trafen die Beamten erneut auf den 20-Jährigen und nahmen diesen fest.
Bei einer Durchsuchung des Mannes stellten die Beamten neben einem neuen iPhone auch zwei Deutschlandtickets und Scheckkarten sicher, die dem Verdächtigen nicht zugeordnet werden konnten. Bei einer Absuche am Hauptbahnhof fanden die Beamten auch die zwei mutmaßlich entwendeten Taschen, die der 20-Jährige wohl bereits entsorgt hatte.
Das Amtsgericht Karlsruhe erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den 20-Jährigen wegen des dringenden Verdachts des Diebstahls in einem besonders schweren Fall. Der Tatverdächtige blickt nun Strafanzeigen wegen Beleidigung und Diebstahl entgegen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.