19.000 Besucher bei der Karlsruher Museumsnacht

08. August 2022 , 07:18 Uhr

Karlsruhe (pm/tk) – Am Samstagabend stand die Karlsruher Innenstadt wieder ganz im Zeichen der Kultur: Pünktlich um 18 Uhr öffneten die Museen und Archive ihre Türen zur Karlsruher Museumsnacht KAMUNA!

19.000 Besucher

Dazu trug nicht zuletzt das tolle Sommerwetter bei, das die perfekten Voraussetzungen für einen gelungenen Abend bot. Auch die ein oder andere Warteschlange konnte die entspannte Atmosphäre nicht trüben. Dass der Funke der Begeisterung wieder auf die Besucher*innen übergesprungen ist, liegt nicht zuletzt am großen Engagement und Zusammenhalt der Häuser und aller ihrer Mitarbeiter*innen, die jedes Jahr aufs Neue die KAMUNA in Eigenregie organisieren. Im 23. Jahr konnten die Museen knapp 19.000 Besuche in ihren Häusern zählen.

Großes Programm

Nach einer reduzierten Version im Jahr 2021 hatten sich die Kultureinrichtungen für die Besucher der KAMUNA 2022 ein spannendes und facettenreiches Programm ausgedacht. Neben den zahlreichen Lesungen, Führungen, Workshops, Vorträgen und Mitmachaktionen luden Live-Musik Konzerte und gastronomische Angebote zum Verweilen und Genießen des Sommerabends ein. Hier war für Jung und Alt etwas Passendes dabei. Bei aller Vielfalt und Individualität der teilnehmenden Häuser sorgte das Motto „Geschichten hinter den Dingen“ für den „roten Faden“ im bunten Programm.

Als KAMUNA-Highlight gab die Badische Landesbibliothek einen Blick hinter die Kulissen der Digitalisierungswerkstatt und zeigte, wie mit modernster Technik mittelalterliche Handschriften oder alte Drucke in die digitale Welt gelangen.

In der Städtischen Galerie konnten sich Besucher*innen nicht nur mit den Künstler*innen der Künstler*innenmesse austauschen, sondern auch ihre eigenen künstlerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. In der Erinnerungsstätte Ständehaus und der Stadtbibliothek las die Karlsruher Autorin Petra Hauser aus ihrem neuen Roman „Die Ewigkeit ist nur ein Augenblick“.

Ein weiteres Highlight für Jung und Alt war der Besuch im Naturkundemuseum. Spannende, lustige oder überraschende Geschichten zu den Objekten – die gibt es im Naturkundemuseum zuhauf: Anstelle von Führungen wurden Besucher*innen direkt an ausgewählten Exponaten Kurzgeschichten erzählt. Die beliebten Magazinführungen brachten Besucher*innen ebenfalls in das neue Nordmagazin des Generallandesarchivs, das erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Im Badischen Landesmuseum wurde Geschichte zum Greifen nahe: Während Markgraf Karl Wilhelm in einer persönlichen Audienz Anekdoten über das einstige Leben in der barocken Residenz gab, wurden in der innovativen Expothek ur- und frühzeitliche Objekte aus der Vitrine entnommen und zur Betrachtung aus nächster Nähe vorgelegt. Im Museum in der Majolika konnten Besucher*innen mit einem Entdeckerheft eigenständig die Sammlungen erkunden. Währenddessen drehte sich im Museum beim Markt alles um die Zukunft unserer Geschichte: bei einer Podiumsdiskussion stellte sich Museumsdirektor Eckart Köhne in einer Podiumsdiskussion Fragen zur Transformation des Museums.

Das Prinz-Max-Palais mit dem Stadtmuseum und dem Literaturmuseum bot ebenfalls ein vielseitiges Programm. Bei Kurzführungen konnten die Interessierten im Stadtmuseum Fotografien entdecken, die unterschiedliche und mitunter ungewöhnliche Blickwinkel auf Gebäude, Ereignisse und das Leben in der Fächerstadt eröffnen. Im Museum für Literatur hat die Baden-Württembergische U20-Poetry Slam Meisterin Natalie Friedrich Geschichten präsentiert, die gehört werden müssen.

Im Badischen Kunstverein erlebten Besucher*innen bei einer der Führungen spannende Einblicke in das Programm und genossen mit Drinks die Musik von der beliebten Open-Air-Bühne. Auch das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien zog viele Besucher an. Im Workshop-Bereich der Ausstellung BioMedien luden interaktive Stationen dazu ein, die Greenscreen-Technik kennenzulernen und damit im Ausstellungsraum zu experimentieren.

Zwei Abstecher aus der Innenstadt in die Stadtteile waren ebenso lohnenswert: Im Pfinzgaumuseum in der Karlsburg führte Susanne Stephan-Kabierske durch die Sonderausstellung „Das kommt auf den Teller! Landwirtschaft und Ernährung in Durlach früher und heute“. Viele Besucher*innen machten sich außerdem auf den Weg ins Verkehrsmuseum in der Südstadt: Dort führte die einzigartige Sammlung durch 200 Jahre Mobilität auf Straße und Schiene.

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Kamuna Karlsruher Museumsnacht

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