Baden-Baden (pm/svs/er24) – Ein gemeldeter Kellerbrand, ein abgestürzter Tandem-Gleitschirm am Merkur, Unwettereinsätze und ein Zimmerbrand in Baden-Oos: Die Feuerwehr Baden-Baden ist am Freitag innerhalb von 24 Stunden zu insgesamt 13 Einsätzen alarmiert worden. Zeitweise mussten mehrere Einsatzstellen parallel abgearbeitet werden.
Bereits am Vormittag wurden die Einsatzkräfte zu einem gemeldeten Kellerbrand in die Weststadt gerufen. Vor Ort stellte sich heraus: Es brannte lediglich ein Aschenbecher. Ein größeres Eingreifen der Feuerwehr war deshalb nicht nötig.
Im weiteren Verlauf des Tages folgten mehrere kleinere technische Hilfeleistungen.
Um 16:12 Uhr wurde die Feuerwehr an den Merkur alarmiert. Unterhalb der Bergstation war ein Tandem-Gleitschirm in einen Baum gestürzt. Die beiden Insassen, ein Erwachsener und ein Kind, blieben dabei in rund 30 Metern Höhe hängen und drohten abzustürzen.
Die SRHT Mittelbaden, also die Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen, sicherte die beiden Personen zunächst gegen einen Absturz. Anschließend konnten sie sicher zu Boden gerettet werden. Beide blieben glücklicherweise unverletzt.
Auch die Bergwacht Schwarzwald, Ortsgruppe Baden-Baden, war bei dem Einsatz beteiligt.
Parallel zu weiteren Einsätzen war die Feuerwehr außerdem bei zwei medizinischen Erstversorgungen tätig.
Kurz vor 18 Uhr kam es im Stadtteil Sandweier zu einem kurzzeitigen Stromausfall. Ursache war ein technischer Defekt an einer Elektromuffe, der zu einem Brand an der betroffenen Muffe führte. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Feuer bereits erloschen. Die Stadtwerke konnten die Störung innerhalb kurzer Zeit beheben, größere Beeinträchtigungen gab es dadurch nicht.
Zeitgleich wurde im Stadtteil Lichtental ein unklarer Gasgeruch gemeldet. Gemeinsam mit den Stadtwerken erkundeten die Einsatzkräfte die Lage umfangreich. Glücklicherweise konnten keine Feststellungen gemacht werden.
Auch beim Heel-Lauf in Baden-Baden war die Feuerwehr im Einsatz. Im Rahmen des Sicherheits- und Koordinierungskreises unterstützten mehrere Feuerwehrangehörige gemeinsam mit Veranstalter, Polizei, DRK, Stadtwerken, Verkehrsgesellschaft und städtischen Behörden die Veranstaltungssicherheit.
Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte stellten während des Laufs den Brandschutz in der Innenstadt sicher. Außerdem errichtete und betrieb die Feuerwehr mehrere Wassernebelstationen. Sie sorgten bei den sommerlichen Temperaturen für eine willkommene Erfrischung für die Läuferinnen und Läufer.
Gegen 22 Uhr zog eine Gewitterfront über den Stadtkreis Baden-Baden. Infolge des Unwetters musste die Feuerwehr zu zwei kleineren Einsätzen ausrücken. Dabei wurden ein umgestürzter Baum und ein vollgelaufener Keller abgearbeitet.
Auch in der Region war das Gewitter deutlich zu spüren. Zwischen Rastatt, Karlsruhe und Pforzheim sorgten Starkregen, Sturmböen und zahlreiche Blitze für eine unruhige Nacht. In Pforzheim knickte durch den Sturm ein Ast eines Baumes am Sonnenhof ab, die Feuerwehr rückte dort mit der Drehleiter an.
Gegen 3:35 Uhr wurden die Einsatzkräfte schließlich in das Industriegebiet Baden-Oos alarmiert. In einem Zimmer einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber war ein Brand ausgebrochen.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte wurde eine starke Rauchentwicklung aus dem Obergeschoss festgestellt. Die Feuerwehr leitete umgehend die Brandbekämpfung und die Menschenrettung ein.
Insgesamt konnten drei Personen aus dem verrauchten Bereich gerettet werden. Eine Person wurde an den Rettungsdienst übergeben. Weitere 24 Bewohner wurden durch den DRK-Kreisverband Baden-Baden vor Ort betreut.
Der betroffene Gebäudebereich ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner mussten deshalb in eine andere Unterkunft verlegt werden. Für den vorübergehenden Aufenthalt stellte die Verkehrsgesellschaft Baden-Baden einen Bus zur Verfügung.
Die Brandursache ist aktuell noch unklar.
Bei den verschiedenen Einsatzstellen war die Feuerwehr Baden-Baden mit Kräften der Berufsfeuerwehr sowie den Abteilungen Stadtmitte, Lichtental, Oos, Haueneberstein, Steinbach und Sandweier im Einsatz.
Ebenfalls beteiligt waren die SRHT Mittelbaden, die Bergwacht Schwarzwald Ortsgruppe Baden-Baden, der Rettungsdienst Mittelbaden, der DRK-Kreisverband Baden-Baden, die Stadtwerke und die Verkehrsgesellschaft Baden-Baden, das THW Baden-Baden sowie die Polizei.
Wegen der vielen Einsätze und mehrerer paralleler Einsatzlagen musste der Grundschutz für das Stadtgebiet mehrfach durch dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr und die ehrenamtlichen Abteilungen sichergestellt werden.
Die Feuerwehr Baden-Baden spricht nach dem einsatzreichen Tag von einem guten Zusammenspiel der haupt- und ehrenamtlichen Kräfte sowie aller beteiligten Hilfsorganisationen.