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Ettlingens erstes Wärmenetz auf Basis erneuerbarer Energien

Ettlingen (pm/mt) – Ab sofort werden im Ettlinger Musikerviertel eine Vielzahl von Gebäuden klimaneutral mit Nahwärme versorgt: Im Westen der Stadt sind jetzt nach einer rund vierjährigen Planungs- und Bauphase alle wichtigen Voraussetzungen geschaffen, um die Gebäude entlang der Wärmeleitungstrasse CO2-frei mit Wärme zu versorgen. Herzstück ist die neue Heizzentrale der Stadtwerke Ettlingen (SWE) auf dem Gelände des Beruflichen Bildungszentrums (BBZ).

Foto: we are nerdish, Gondelsheim

Größtes Wärmeprojekt seit 40 Jahren

Nach einem mehrwöchigen erfolgreichen Probebetrieb wird die Anlage jetzt feierlich eingeweiht – und damit der offizielle Startschuss für die Versorgung des Musikerviertels mit umweltfreundlicher Wärme gegeben. Es handelt sich hierbei um das größte Wärmeprojekt in Ettlingen seit rund 40 Jahren. Rund 1.800 Tonnen CO2 können zukünftig pro Jahr durch das Vorzeigeprojekt „zeozweifrei Nahwärme Musikerviertel Ettlingen“ eingespart werden, das vom Bund mit vier Millionen Euro gefördert wurde. Rund 1,8 Millionen Euro investierten darüber hinaus die Stadtwerke Ettlingen.

Beispielgebend für ganz Deutschland

„Das Ettlinger Projekt zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltige Wärmeversorgung für ein gesamtes Stadtviertel umgesetzt werden kann“, betonte Rita Schwarzelühr-Sutter bei der Inbetriebnahme der Heizzentrale. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat von Beginn an das Projekt unterstützt und stellt heraus: „Das Musikerviertel in Ettlingen kann beispielgebend für weitere Projekte in ganz Deutschland sein. Ich wünsche mir, dass es viele Nachahmerinnen und Nachahmer findet.“ Schwarzelühr-Sutter führte aus, dass die Fördergelder aus der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung kommen. Im Mai 2017 hatte die Parlamentarische Staatssekretärin den Förderbescheid in Ettlingen überreicht.

Alle an einem Strang gezogen

„Mit diesem Quartierskonzept sind beispielhaft übergreifende Strategien für eine zukünftige Energieversorgung umgesetzt worden,“ hob Landrat Dr. Christoph Schnaudigl hervor, „Nahwärmenetze haben sich als umweltfreundliche und effektive Wärmeversorgung etabliert.“ Das Ettlinger Projekt sei eines von neun Nahwärmenetzen, die in den letzten Monaten in Städten und Gemeinden des Landkreises gebaut werden. „Beispielhaft war auch die Zusammenarbeit von Landkreis, Stadt und Stadtwerke unter der Federführung der Umwelt- und Energieagentur,“ lobte Schnaudigl, „alle Beteiligten haben hier an einem Strang gezogen und so zum erfolgreichen Gelingen beigetragen.“

Wichtiger Baustein in Klimaschutzkonzept Ettlingens

Für Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold ist das Projekt „zeozweifrei Nahwärme Musikerviertel Ettlingen“ ein wichtiger Baustein innerhalb des großen integrierten Klimaschutzkonzepts der Stadt Ettlingen: „Wir verstehen Klimaschutz als wesentlichen Bestandteil unserer Politik und wollen Vorreiter hinsichtlich einer bürgernahen und praxisorientierten Umsetzung sein. Um eine möglichst hohe Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen zu erreichen, ist es wichtig, die Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit abzuholen und die Alltagstauglichkeit unter Beweis zu stellen.“ Arnold: „Unseren Stadtwerken fällt eine entscheidende Rolle zu, verlässliche Daseinsvorsorge und Klimaschutz zu vereinen. Sie stellen sich dieser gesamtgesellschaftlichen Verantwortung auf eine ungemein engagierte und beeindruckende Weise.“