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Deutscher Gründerpreis 2018 geht an Karlsruher Start-up

Karlsruhe/Berlin (cmk) And the winner is... Ineratec! Gestern Abend (Dienstag) wurde der Deutsche Gründerpreis 2018 im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin verliehen. In der Kategorie Start-up ging die renommierte Auszeichnung an das Karlsruher Unternehmen Ineratec. "Stern", Porsche, Sparkassen und das ZDF loben den Preis jährlich aus.

Die drei Ingenieure aus Karlsruhe lernten sich am KIT kennen, nun haben sie mit ihrem Start-up Unternehmen Ineratec den Deutschen Gründerpreis 2018 gewonnen! Foto: Dirk Bruniecki

Lernten sich am KIT kennen

Die drei Ingenieure Dr. Tim Böltken (33 Jahre alt), Philipp Engelkamp (27 Jahre alt) und Dr. Paolo Piermartini (37 Jahre alt) gründeten ihr Start-up Unternehmen in Karlsruhe. Die Ineratec GmbH hat sich damit beschäftigt, gigantische chemische Anlagen auf ein Miniaturformat zu schrumpfen. Dadurch produzieren dezentral nutzbare Reaktoren beispielsweise mit Hilfe von Solar- oder Windenergie synthetische Kraftstoffe fürs Auto. Auch die Erzeugung hochwertiger Ausgangsstoffe für die chemische Industrie auf Basis von Abfallgasen zeichnet das Unternehmen aus.

15 Jahre Forschung am KIT

Die Expertenjury des Deutschen Gründerpreises war beeindruckt von den extrem vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der innovativen Reaktoren, mit denen man auch aus bislang verschwendeten Ressourcen einen echten Mehrwert erzielen kann. Hinter dem Unternehmen stehen nach Informationen des ZDF mehr als 15 Jahre Forschung am Karlsruher Institut für Technologie, wo sich die Gründer während ihrer wissenschaftlichen Arbeit kennen lernten. Es dauerte nicht lange, bis die Industrie Interesse an den Forschungsergebnissen andeutete. „Wir wollten unbedingt an den Markt gehen, denn eine solche Chance hat man nur einmal im Leben", so die Ineratec GmbH.

Reaktoren mehrfach patentiert

Die Produktentwicklung wurde dabei mit Hilfe des Exist-Forschungstransfers des Wirtschaftsministeriums und weiterer Fördermittel vorangetrieben. Die Reaktoren sind inzwischen mehrfach patentiert und weltweit gefragt. Es laufen bereits Pilotanlagen in Deutschland, Spanien und Finnland. Demnächst sollen weitere in Kanada, Brasilien, Malaysia und der Schweiz folgen.