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Wie geht es mit dem Stadionneubau in Karlsruhe weiter?

Karlsruhe (pk/lk) Der Streit um den Stadionneubau in Karlsruhe droht zu eskalieren - die Stadt Karlsruhe und der KSC konnten sich beim Gütetermin nicht einigen. Die Stadt sieht das Millionenprojekt jetzt am Rande des Scheiterns. Die Stadt spielt mit dem Gedanken, das Mietverhältnis mit dem KSC zu kündigen. Allerdings sei der Stadionneubau immer noch Priorität.

Symbolbild: dnw

Stadt sieht Neubau des Wildparkstadions gefährdet

Der Gütetermin zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Karlsruher SC zum Stadionneubau ist gescheitert. Unter anderem bemängelt der Verein, dass ihm Informationen fehlen würden, er kein Mitspracherecht habe und sich die Stadt nicht an vertraglich Geregeltes halte. Diese Vorwürfe wies Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup entschieden zurück.

Einstweilige Verfügung gefährdet Projekt

Auf einer Pressekonferenz hat  Mentrup jetzt klare Worte in diesem Streit gefunden. Die einstweilige Verfügung des Vereins vor dem Karlsruher Landgericht, gefährde den Zeit- und Kostenrahmen des Millionenprojektes, so das Stadtoberhaupt. Die Forderungen des Vereins brächten das Projekt an den Rand des Scheiterns. Am kommenden Montag wird die einstweilige Verfügung vor dem Karlsruher Landgericht verhandelt.

Überlegungen Pachtvertrag zu kündigen

Mentrup beklagte die angespannte Atmosphäre zwischen den Vertragspartnern, so sieht zum Beispiel die einstweilige Verfügung ein Zwangsgeld in Millionenhöhe, hilfsweise eine Ordnungshaft für den Oberbürgermeister von sechs Monaten vor. Man müsse überlegen, so Mentrup, ob man den bestehenden Pachtvertrag mit dem KSC im Herbst kündige, um das Stadion in Ruhe zu Ende bauen zu können.

Wünsche des Vereins zu teuer

Der KSC verkenne als späterer Pächter seine Mitspracherechte gegenüber der Stadt als Bauherrin des neuen Stadions, so Mentrup. Der OB sprach davon, das „Mietverhältnis mit dem KSC zu kündigen“. Dann könne man dem Verein für jeden Samstag das Stadion vermieten. Grundsätzlich bekannte sich Mentrup aber zum Stadionbau. „Wir wollen ein leistungsfähiges und zukunftsfähiges Stadion im Sommer 2020 – das ist das Ziel“. Allerdings sei das Klima der Zusammenarbeit massiv gestört. Er setze darauf, dass der KSC „noch am Wochenende zur Besinnung kommt“.