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Spannung bis zum Ende - KSC sichert Klassenerhalt

Karlsruhe/Fürth  (jl) Der 1:2 Auswärtssieg des KSC reicht für den direkten Klassenerhalt, weil Kiel dem KSC Schützenhilfe geleistet hat. Die Störche haben gegen Nürnberg 1:1 gespielt und das reichte den Nürnbergern am Ende nicht. Damit endet die Saison 2019/2020 für den KSC auf Platz 15 und die Blau-Weißen haben Planungssicherheit für die kommende Saison.

Foto: GES/Helge Prang

KSC hatte es nicht mehr selbst in der Hand

Die Ausgangslage vor dem 34. Spieltag war klar. Der Karlsruher SC musste gewinnen, um noch eine kleine Chance auf den direkten Klassenerhalt zu wahren. Allerdings mussten die Blau-Weißen auch auf Schützenhilfe aus Kiel hoffen. Nürnberg war dort zu Gast und mehr als ein Unentschieden durften die Franken bei den Störchen nicht holen. Eichner musste vor dem Gastspiel in Fürth wieder umstellen. Marc Lorenz stand dem Trainer nicht zur Verfügung. Lorenz hatte im letzten Spiel gegen Bielefeld die fünfte Gelbekarte gesehen und musste deswegen pausieren. Der KSC musste gewinnen, trotzdem setzte Eichner wieder auf ein 4-1-4-1 System. Benni Uphoff im Kasten, für ihn könnte dieses Spiel das letzte sein. Der 26-jährige Torhüter wird den Verein am Saisonende verlassen. Die Abwehr bilden Marco Thiede, Daniel Gordon, Christoph Kobald und Damian Roßbach, letzterer kommt für Dirk Carlson ins Team. Im Mittelfeld Lukas Fröde, Jerome Gondorf, Marvin Wanitzek und beide Außenbahnen wurden neu belegt, Dominik Kother übernahm die Aufgaben für Marc Lorenz und Marco Djuricin startete für Änis Ben-Hatira. Wieder alleine im Sturm Philipp Hofmann. Diese Elf sollten das Karlsruher Happy-End möglich machen.

Keine Geschenke von Fürth

Auch wenn Greuther Fürth und der 1. FC Nürnberg Rivalen sind, durfte der Karlsruher SC nicht auf ein Geschenk der Kleeblätter hoffen. Die Fürther wollten das letzte Spiel wie jedes anderes angehen und es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Genau das zeigten die Fürther auch direkt nach zwei Minuten. Denn die Kleeblätter gingen direkt in Führung. Dieses Tor wurde schön über die Rechteseite herausgespielt. Die Flanke punktgenau in den Strafraum gesetzt und da kam Daniel Keita-Ruel völlig frei zum Kopfball und nickte ungestört zur 1:0 Führung ein.

KSC kam nicht ins Spiel

Der KSC tat sich über weite Strecke der ersten Halbzeit schwer. Richtige Torchancen spielte das Team von Eichner nicht heraus. In der Abwehr musste immer wieder gezittert werden, da Fürth immer wieder in den Karlsruher Strafraum vorpreschte.

KSC gleicht aus

Nach 21 Minuten die erste KSC-Chance und direkt der Ausgleich. Nach einem Eckball kam Hofmann zum Kopfball. Dieser landete am linken Pfosten bei Dominik Kother der zum 1:1 einschieben konnte. Allerdings lief der KSC danach kein Sturmlauf. Chancen blieben Mangelware. Erst nach 40 Minuten kam der KSC zu zwei größeren Chancen. Erst Dominik Kother der scheiterte und dann nochmal Jerome Gondorf – sein Schuss wurde vom Fürther Keeper geblockt.

Unentschieden zur Halbzeit

Mit dem 1:1 ging es in die Pause. Viele Chancen boten die beiden Teams nicht in der ersten Hälfte und durch die Halbzeitführung von Nürnberg in Kiel war das Ergebnis im Ronhof noch nicht relevant.

Keine Wechsel beim KSC

Eichner schickte sein Team unverändert in die zweite Hälfte. Der KSC musste noch eine Schippe drauflegen um eventuell doch noch die Chance auf den direkten Klassenerhalt zu wahren. Nur ein Dreier zählte. In der 49. Minute, dann die große Chance für Daniel Keita-Ruel auf 2:1 zu erhöhen. Der Ball kam glücklich zum Fürther, den Abschluss parierte Uphoff hervorragend. Direkt im Anschluss war der KSC dran. Gondorf versuchte mit einem Schlenzer aus zirka 17 Meter Sascha Burchert im Tor zu überraschen, was auch gelang, der Schlussmann kam gerade noch mit den Fingersitzen an den Ball und klärte in letzter Minute.

KSC nach Standards gefährlich

Nach Standards wurde der KSC immer wieder gefährlich. Nach einem Eckball köpfte Kobald auf das Fürther Gehäuse, Keita-Ruel klärte auf der Linie für seinen geschlagenen Torhüter. In der 60. Minute foulte Ernst Wanitzek und Schiedsrichter Fritz zeigte sofort auf den Punkt und auch der Videoassistent stimmte zu. Hofmann legte sich den Ball hin und wie schon gegen Bielefeld war auf ihn verlass. Links unten schoss der Stürmer den Ball ins Tor und brachte die Blau-Weißen auf Kurs.

Kiel machte Ausgleich

Kiel machte in der 67. Minute den Ausgleich, damit war der KSC stand jetzt gerettet. Änis Ben-Hatira wurde inzwischen für Marco Djuricin eingewechselt. Der KSC verteidigte die Führung clever. Die Abwehrreihen standen sicher und das Mittelfeld konnte den Ball lange in den eigenen Reihen halten. Auch wenn der KSC vor das Fürther Tor kam, waren sie gefährlich, aber sie verpassten noch nachzulegen. Die letzten Minuten wurden zum Krimi, immer mit einem Auge nach Kiel.

Spannende Schlussphase

Eichner sicherte etwas ab, Camoglu kam noch für die Verteidigung. Zudem ging Philipp Hofmann vom Feld und Babacar Gueye kam. Die Aufgabe war klar, die Führung bis zum Ende verteidigen. Der KSC spielte das clever runter und sicherte sich drei Punkte mit dem 1:2 in Fürth. Ein großer Geschenkekorb wird wohl nach Kiel geschickt, denn die Störche haben 1:1 gespielt gegen Nürnberg und sicher dem KSC damit den 15. Platz.

Verrückte Saison beendet

Die Erleichterung war allen anzumerken. Eine große Last fiel von den Spielern nachdem Endergebnis aus Kiel ab. Der KSC hat es sich am Ende verdient. Damit kann der KSC die Saison beenden und in Urlaub gehen. Neben Bielefeld geht Stuttgart mit in die erste Liga. Heidenheim wird die Relegation gegen Bremen spielen. Der HSV verlor am letzten Spieltag gegen Sandhausen und konnte den Patzer von Heidenheim nicht nutzen – die Hansestädter bleiben ein weiteres Jahr zweitklassig. Neben Dresden steigt auch Wiesbaden ab – Nürnberg muss in die Relegation – gegen wen aus der dritten Liga ist noch offen.


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