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Bedrohungslage an Osterfeldschule Pforzheim - Schüler wohl verantwortlich

Pforzheim (dpa/cmk) Die Osterfeldschule in Pforzheim blieb am Mittwoch geschlossen. Die Polizei war am Morgen mit mehreren Streifenteams vor Ort. Wie die Polizei auf Nachfrage von die neue welle bestätigte, gab es dort eine "Bedrohungslage". Es bestand allerdings keine Gefahr für Menschen. Die Schule hatte am Morgen erst gar nicht geöffnet, die Schüler wurden vorher abgefangen und wurden betreut. Nach Angaben der Polizei ging kurz vor Mitternacht ein Hinweis auf eine mögliche Bedrohungssituation aus Schülerkreisen bei den Beamten ein.

Symbolbild: Adobe Stock

Aktualisierung Donnerstag

Wie die Polizei am späten Mittwochabend bekannt gab, erhielten die Beamten in der Nacht zum Mittwoch Kenntnis über einen Chatverlauf, in dem ein 12-jähriger Schüler der Osterfeldschule beleidigt und bedroht wurde. Der Urheber der Nachrichten drohte damit, den Jungen und dessen Freunde zu töten. Am Mittwochmorgen wurde daher mit der Schulleitung abgestimmt, dass die Schule geschlossen bleibt. Die Polizei sperrte den Bereich um die Schule ab. Den eintreffenden Schülern der Realschule wurde von ihren Lehrern mitgeteilt, dass der Unterricht ausfällt und sie nach Hause gehen können.

Die Grundschüler wurden in der Turnhalle untergebracht und ihre Eltern verständigt. Bis zur Abholung durch Erziehungsberechtigte wurden die Schüler von Lehrern und der Polizei betreut. Gegen 09.00 Uhr begann die Durchsuchung der Schule, die bis kurz vor 11.00 Uhr andauerte und ergebnislos verlief. Der polizeiliche Einsatz war gegen 11.00 Uhr beendet. Nach intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei konnte zwischenzeitlich ein minderjähriger Mitschüler als Urheber der Bedrohung ermittelt werden. Dieser räumte die Tat vollumfänglich ein. Motiv war nach den bisherigen Ermittlungen ein übler Scherz, wobei sich das Kind den weitreichenden Folgen seines Handelns nicht bewusst war. Im Einsatz waren 90 Polizistinnen und Polizisten. Vom Rettungsdienst waren vorsorglich drei Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort.

Aktualisierung 15 Uhr

Nun hat sich auch der erste Bürgermeister Dirk Büscher geäußert: “Alle Einsatzkräfte, insbesondere die Polizei, haben heute extrem schnell reagiert. Für diesen präventiven und sehr besonnenen Einsatz zum Wohle von Schülern, Lehrkräften und Eltern möchte ich ihnen daher meinen herzlichen Dank aussprechen. Gleiches gilt für die Schulleitung, Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern, die ebenfalls ruhig geblieben sind und besonnen reagiert haben. Das ist in einer solchen Situation, in der die Betroffenen auch Ängste ausstehen müssen, alles andere als selbstverständlich.”

Aktualisierung 13 Uhr

Nachdem alle Räume durchsucht waren, gab die Polizei am späten Vormittag Entwarnung. Es sei nichts gefunden worden, sagte ein Sprecher. Polizisten versuchen jetzt, die Hintergründe des Falls zu ermitteln.

Aktualisierung 9 Uhr

Wie die Polizei nun mitteilt, werden die Grundschüler aktuell in der Sporthalle untergebracht und versorgt. Die Realschüler wurden nach Hause geschickt. Kurz vor Mitternacht sei bei der Polizei aus Schülerkreisen ein Hinweis auf eine mögliche Bedrohungssituation eingegangen. Vorsorglich blieb die Schule daher am Mittwoch geschlossen. Insgesamt seien etwa 620 Schüler der Real- und 330 der Grundschule sowie rund 70 Lehrer betroffen.

Keine Schüler im Gebäude

Nachdem sich mehrere Hörer an die neue welle-Redaktion gewandt haben, hat die Polizei nun auf Nachfrage bestätigt, dass es eine “Bedrohungslage” an der Osterfeldschule in Pforzheim gibt. Derzeit seien mehrere Polizeistreifen vor Ort, es bestehe aber keine Gefahr für Menschen. Warum die “Bedrohungslage” ausgerufen wurde, könne laut dem Polizeisprecher bislang noch nicht bekanntgegeben werden. Auch über das Ausmaß des Einsatzes könne nichts gesagt werden. Die Osterfeldschule bleibt am Mittwoch in jedem Fall geschlossen. Die Schüler waren nach Angaben des Sprechers am Morgen nicht im Gebäude, sie wurden vor der Schule abgefangen und werden nun betreut.  

Der Artikel wird aktualisiert, sobald es neue Informationen gibt.