Current track
Title Artist


Mutmaßlicher Todesschütze von Halle ist jetzt in Karlsruhe

Karlsruhe (as/dpa) Er soll am Mittwoch in Halle an der Saale zwei Menschen erschossen und weitere schwer verletzt haben: Der mutmaßliche Rechtsterrorist Stephan B. wurde am Donnerstagnachmittag nach Karlsruhe gebracht. Dort kommt er vor den Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof.

fotolia

Hubschrauber mit Verdächtigem in Karlsruhe am Bundesgerichtshof gelandet

Stephan B. – dieser Name könnte bald mit rechtem Terror in Verbindung stehen. Der verdächtige Todesschütze von Halle, der Partnerstadt Karlsruhes, wurde einen Tag nach der furchtbaren Tat in Sachsen-Anhalt per Heli ausgerechnet dorthin gebracht: Zum Bundesgerichtshof Karlsruhe vor den Ermittlungsrichter. Der Generalbundesanwalt will einen Haftbefehl für den mutmaßlichen Attentäter erreichen, wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes in neun Fällen. 

Mutmaßlicher Attenttäter bislang unauffällig

Außerdem wird untersucht, ob Stephan B. in ein rechtes Umfeld oder Netzwerke eingebunden war. Wenn jemand in dem Umfang Sprengmittel besorgt und Waffen besessen habe, müsse man ausleuchten, mit wem der Mann Kontakt gehabt und wie er sich diese beschafft habe, sagte Innenminister Seehofer am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Der mutmaßliche Täter sei “Stand jetzt” nicht nachrichtendienstlich oder staatsschutzmäßig in Erscheinung getreten. Es habe auch keine Ermittlungsverfahren gegen ihn gegeben, hieß es von den Behörden.

Kondolenzbuch für Partnerstadt im Karlsruher Rathaus

Unterdessen hat Karlsruhes OB Mentrup seinem Amtskollegen in Halle sein tiefes Mitgefühl nach dem Attentat in der Partnerstadt übermittelt. Im Rathaus wird am Freitag ab 9 Uhr ein Kondolenzbuch ausgelegt.