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Kein neuer Hitzerekord im Südwesten

Waghäusel (dpa/cmk) Trotz tropischer Hitze wurde am Donnerstag kein neuer Hitzerekord im Südwesten aufgestellt. Am heißesten war es in Waghäusel-Kirrlach, dort schwitzten die Menschen bei 39,8 Grad Celsius. Das KIT hat zwar einen noch höheren Wert in Karlsruhe gemessen - da das aber keine offizielle Messstation ist, zählt der Wert nicht.

Symbolbild: Pixabay

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KIT-Messwert zählt nicht

Am heißesten wurde es am Donnerstag nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Waghäusel. Im Ortsteil Kirrlach wurden 39,8 Grad Celsius gemessen. Auch am Flughafen Mannheim ging es mit 39,7 Grad heiß her. Damit bleibt der baden-württembergische Höchstwert bestehen: 40,2 Grad waren laut DWD am 13. August 2003 in Freiburg, am 7. August 2015 in Bad Mergentheim sowie am 9. und 13. August 2003 in Karlsruhe gemessen worden. In Karlsruhe war es aber angeblich noch wärmer: Die Messstation am KIT hat einen Höchstwert von 41,4 Grad gemessen, der wird allerdings nicht offiziell anerkannt, da der Deutsche Wetterdienst seine offizielle Wetterstation in Rheinstetten hat. 

Tiertransporte bei hohen Temperaturen verbieten

Die Meteorologen hatten einen Rekord am Donnerstag für möglich gehalten. Die Zentrale in Offenbach werde die Werte an diesem Freitag noch einmal überprüfen, sagte DWD-Experte Kai-Uwe Nerding. Es sei aber nicht damit zu rechnen, dass die Ergebnisse von den jetzt gemessenen Temperaturen deutlich abweichen. Da diese Hitze nicht nur den Menschen zu schaffen macht, soll nun ein Tiertransportverbot an heißen Tagen per Erlass erreicht werden. Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk ordnete an, dass bei Außentemperaturen von mehr als 30 Grad Celsius vorerst keine Tiertransporte ohne Klimaanlage zum Beispiel mit Schweinen oder Kühen zum Schlachthof abgefertigt werden dürfen. “Ein solcher Transport bedeutet für die Tiere unnötiges Leid und ist daher nicht im Sinne des Tierschutzes”, sagte Hauk (CDU). Für Tiertransporte im Inland gibt es Routinekontrollen, diese sollen laut Hauk verstärkt werden.

Neuer Hitzerekord in Deutschland

Grad um Grad hatten sich die Regionen im Land am Donnerstag einem möglichen landesweiten Höchstwert genähert. “Der Rekord wackelt heute auf jeden Fall”, hatte Thomas Schuster vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Vormittag prophezeit. Abkühlung ist auch am Freitag nicht zu erwarten. Es sei aber unwahrscheinlich, dass noch einmal Werte an die 40 Grad erreicht werden, sagte DWD-Experte Nerding. In Deutschland gab es indes einen neuen Hitzerekord: Das niedersächsische Lingen war am Donnerstag mit 42,6 Grad nach vorläufigen Daten des DWD der heißeste Ort in Deutschland. Damit ist erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland die 42-Grad-Marke durchbrochen worden. “Wir müssen noch prüfen, ob dieser Wert Bestand hat”, sagte ein DWD-Sprecher. Die Daten der Wetterexperten gehen bis ins Jahr 1881 zurück.