Gastronomen in der Region zwischen Hoffen und Bangen

Region (ck) - Inzwischen sind wir mitten in der dritten Welle der Corona-Pandemie und das Durchhalten, das Hoffen und die Geduld schwinden bei vielen Menschen und in vielen Branchen immer mehr. Gerade die Gastronomen hoffen auf die Erlaubnis, endlich wieder ihre Gäste empfangen zu dürfen. Zu Beginn des ersten Lockdowns sind zahlreiche übrig gebliebene Lebensmittel gespendet worden. Inzwischen läuft bei den Gastronomen sogar noch die Haltbarkeit der Getränke ab.

Foto: dnw

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„Es muss weiter gehen“

Menschenleere Restaurants, hochgestellte Stühle und mit Absperrband abgetrennte Sitzbereiche. Dieser ungewohnte und traurige Anblick hat uns beim Betreten des „Braustübl Hatz-Moninger“ in Karlsruhe und im „Alten Rathaus“ in Bretten erwartet. Für beide Gastronomen lohnt sich der Verkauf von Essen to go nicht. Denn für ein paar verkaufte Gerichte sei am Ende der Gewinn zu gering, um die Angestellten aus der Kurzarbeit zu holen und die Lebensmittel nachzukaufen. Dazu komme die hohe Umweltverschmutzung aufgrund des ganzen Verpackungsmülls. Den möchte Ingo Jäger, Inhaber des alten Rathauses in Bretten nämlich vermeiden. „Der Alltag muss weiter gehen“, so Jäger. Er nutzt die Zeit für Renovierungsarbeiten. So behält der Gastronom die Routine, jeden Tag ins Restaurant zu gehen, um nach dem Rechten zu sehen. „Wir schalten die Kaffee- und Spülmaschine jeden Tag ein, damit die nicht kaputt gehen“, erzählt Jäger. Für ihn ist es keine leichte Zeit. Er muss die Gäste vertrösten, die vorbeikommen und fragen, wann sie endlich einen Kaffee bei ihm trinken oder einfach mal wieder die vertraute Luft im Restaurant riechen können.

„Wir können nicht ganz nachvollziehen, warum wir nicht öffnen dürfen.“

Heike Taafel, Office Managerin des Braustübl Hatz-Moninger, versteht nicht, warum sie trotz der geringen Ansteckungsgefahr im Freien und einem ausgearbeiteten Hygienekonzept den Biergarten nicht öffnen dürfen. Für sie sei es unbegreiflich, dass Büchereien oder Baumärkte ihre Türen öffnen dürften, obwohl dort der Andrang viel größer sei und die Hygienemaßnahmen wesentlich schlechter kontrolliert werden könnten. Dennoch bleibe die Hoffnung auf Besserung: „Wir rechnen eigentlich jeden Tag mit einer Öffnung.“ Mit diesen Worten zeigt Heike Taafel, dass sie und das Team des Braustübl Hatz-Moninger auf die Wiedereröffnung vorbereitet sind und sich freut, wenn es endlich wieder losgehen kann.


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