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Video: Karlsruher Hardtwald entgeht bei Forsthausbrand wohl knapp einer Katastrophe

Karlsruhe (as) Es ist das Naherholungsgebiet der Karlsruher, eine der großen grünen Lungen der Stadt: Der Hardtwald. Am frühen Freitagmorgen war ein Großaufgebot der Feuerwehren dorthin ausgerückt, weil ein altes Forsthaus auf einer Lichtung mitten im Wald  in hellen Flammen stand. In dem Gebäude war auch Benzinlager - das fachte die Flammen erst so richtig an. Die Feuerwehrleute konnten den Brand glücklicherweise rechtzeitig so weit eindämmen, dass sich bei der herrschenden Trockenheit der Böden nicht noch ein riesiger Waldbrand  entwickelte.

Foto: Aaron Klewer

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Benzinlager hätte zum Verhängnis werden können

Um kurz nach 5 Uhr am Freitag Morgen wurden Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehren zu einem Brand im Karlsruher Hardtwald gerufen. Ein altes Forstgebäude mit einem Fahrzeug-Unterstand stand in Flammen und die drohten, auf den Wald in der Umgebung überzugreifen. Rund 200 Liter Benzin und wohl auch Gasflaschen, die in dem Gebäude gelagert waren, ließen die Flammen erst richtig wüten. Das gesamte Gebäude und alles in nächster Nähe drumherum brannte wie Zunder.

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Die Feuerwehr musste Löschwasser an die Brandstelle transportieren. Das wurde im Pendelverkehr gebracht. Nach etwa eineinhalb Stunden war das Feuer aus. Die Nachlöscharbeiten dauerten dann auch stundenlang. Weil schnell viele Einsatzkräfte verfügbar und die mit einem massiven Löschangriff auf die Flammen vorrückten, konnte eine Katastrophe durch ein rasches Ausbreiten der Flammen verhindert werden. Verletzt wurde niemand. Zurück blieben einige verkohlte Bäume und die Überreste des Gebäudes sowie nur noch das Gerippe eines Fahrzeugs auf der Lichtung. Die Polizei schätzt den Schaden vorsichtig auf mindestens 80.000 Euro. Die Brandursache wird gesucht. Auch Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen.

Benzinlager mitten im Hardtwald?

Dank der Feuerwehr können die Karlsruher weiterhin ihren Hardtwald zum Spazieren gehen, Joggen, Erholen und Relaxen nutzen. Warum und unter welchen Bedingungen in dem Forsthaus das Benzin gelagert war, ist noch nicht bekannt. Denkbar wäre, dass damit Forstfahrzeuge oder ein Generator betrieben wurden. Die angegebene Menge liegt allerdings sogar in dem Bereich, in dem die Lagerung auch privat gesetzlich erlaubt wäre. Vorausgesetzt, der Kraftstoff ist zugelassen und wird in verschlossenen, bruchsicheren und nicht brennbaren Behältern aufbewahrt.  Sowohl bei der Stadt Karlsruhe als auch bei der unteren Forstbehörde war am Freitagnachmittag kein Ansprechpartner für uns mehr erreichbar.