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Foto: Loggawiggler /pixabay

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Darum gibt es noch kein Hexenkessel-Urteil um verbrühte Frau aus Rheinstetten

Rheinstetten / Kraichtal / Heilbronn (dpa/as) Es ist nicht einfach, im sog. Hexenkessel-Prozess um die schweren Verletzungen einer Frau aus Rheinstetten Licht ins Dunkle zu bringen. Deswegen zieht sich die Zeugenbefragung länger und es gibt heute noch keine Plädoyers, geschweige denn ein Urteil. 

Weiterer Prozesstag nötig

Der Prozess um die schwere Verbrühung einer jungen Frau mit heißem Wasser beim Nachtumzug in Eppingen am 3. Februar könnte sich bis ins nächste Jahr ziehen. Die Befragung der mehr als 40 Zeugen dauert länger als geplant. Die Beweisaufnahme soll voraussichtlich erst bei einem zusätzlichen Prozesstag am 21. Dezember abgeschlossen werden. Das teilte Richter Oliver Raschke am Amtsgericht Heilbronn mit. Ob zwischen den Jahren die Schlussvorträge gehalten und ein Urteil gefällt werden könnten, sei unklar.

Nachweis der Täterschaft schwierig

Angeklagt ist ein 33-Jähriger, der am 3. Februar beim abendlichen Fastnachtsumzug in Eppingen bei Heilbronn als Hexe verkleidet eine 18 Jahre alte Zuschauerin aus Rheinstetten schwer verbrüht haben soll. Laut Anklage hat er die junge Frau über einen Hexenkessel  gehalten. Dabei soll ihm die 18-Jährige entglitten und mit den Beinen im Kessel gelandet sein. Das Problem: Der 33-Jährige zog in einer Gruppe von 19 ähnlich gekleideten und kaum zu unterscheidenden Hexen durch Eppingen – und keine will es gewesen sein. Oder war es jemand ganz anderes? Der Hexenkessel war frei zugänglich. Der 33-Jährige ist wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt, was mit bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldbuße bestraft werden kann.