Baldige Öffnung von Kitas und Grundschulen vom Tisch

Freiburg/Stuttgart (dpa/lk) -Es war befürchtet worden: In einer Freiburger Kita hat sich die Corona-Mutante stark verbreitet. Für Regierungschef Kretschmann hat sich die frühere Öffnung von Kitas und Grundschulen damit erledigt. Der Ministerpräsident hat entschieden, den Corona-Lockdown auch in Kitas und Schulen bis zum 14. Februar fortzusetzen. Seine Kultusministerin war gegen "vorschnelle Konsequenzen".

Foto: Symbolbild/Pixabay

Öffnung der Kitas und Grundschulen vom Tisch

Baden-Württemberg verzichtet nach dem Ausbruch der Corona-Mutation in einer Freiburger Kita auf eine frühere Öffnung von Kitas und Grundschulen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag in Stuttgart aus Regierungskreisen erfuhr, hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann entschieden, den Corona-Lockdown auch in Kitas und Schulen bis zum 14. Februar fortzusetzen. Kultusministerin Susanne Eisenmann hatte kurz vorher noch gewarnt, "vorschnelle Konsequenzen" aus dem Freiburger Fall zu ziehen. Die CDU-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl am 14. März hatte massiv auf eine Öffnung zum 1. Februar gedrungen. Nach Bekanntwerden des Falls in der Kita am Mittwoch hatte die Landesregierung ihre Entscheidung zunächst vertagt.

Ausbruch einer Mutation in Freiburger Kita

Bei dem Ausbruch in der Kita hätten sich mindestens 18 Kinder und Erzieherinnen und Erziehern mit der neuen Coronavariante angesteckt, teilte das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald in Freiburg mit. Es stehen noch weitere sieben Überprüfungen aus. Inzwischen gelten elf Kinder und 14 Erzieher aus der Kita als Corona-Fälle. Das ist ein Kind mehr als nach den Angaben vom Mittwoch. Hinzu kämen neun enge Kontaktpersonen. Vor Baden-Württemberg hatte schon Rheinland-Pfalz wegen der Mutation in der Freiburger Kita entschieden, den ebenfalls für Montag geplanten Start in den Wechselunterricht an Grundschulen zu verschieben. Die Ungewissheit bei der Einschätzung von Art und Bedeutung der Virusmutationen lasse zurzeit noch keinen Start in den Wechselunterricht zu, sagte die Mainzer Bildungsministerin Stefanie Hubig. "In einer Situation, die derzeit nicht belastbar bewertet werden kann, wäre es nicht gut, einen weiteren Schritt zur Lockerung zu gehen."

Notbetreuung gibt es weiterhin

Für Eisenmann ist die erneute Verschiebung ein Rückschlag. Sie wollte Kitas und Grundschulen im Sinne der Kinder eigentlich schon nach den Weihnachtsferien öffnen - "unabhängig von den Inzidenzen". In Baden-Württemberg gehen etwa 450.000 Kinder in Kitas und rund 382.000 besuchen eine Grundschule. Eine Öffnung war schon mal für den 18. Januar angedacht, doch diese hatte Kretschmann wegen zu hoher Infektionszahlen verhindert. Nun bleiben die meisten Schulen noch mindestens bis nach den Fasnachtsferien zu - also bis zum 21. Februar. Es gibt aber weiter Notbetreuung und Ausnahmen für Abschlussklassen.


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