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Baden-Württemberg ruft höchste Corona-Alarmstufe aus

Baden-Württemberg (dpa/ass) - Aufgrund des starken Anstiegs der Corona-Infektionszahlen ruft der Südwesten die höchste Corona-Alarmstufe aus. Um das Virus einzudämmen, stehen nun weitere Einschränkungen bevor. Dies teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mit.

Symbolbild: geralt/ Pixabay

Alarmstufe Rot 

Die Pandemiestufe 3 bedeutet den Eintritt in die "kritische Phase". Die beginnt insbesondere dann, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche die Grenze von 35 überschreitet. Das ist im Südwesten seit vergangenem Donnerstag der Fall. Am Freitag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 42,2. Man müsse aufgrund der Geschwindigkeit, mit der sich die Pandemie entwickele, die Maßnahmen verschärfen, sagte Kretschmann. Er betonte auch, dass die Menschen unnötige Reisen und Kontakte vermeiden sollen.

Diese Regelungen gelten ab Montag

Die Landesregierung teilte diese Maßnahmen mit:

  • Landesweite Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den dem Fußgängerverkehr gewidmeten Bereichen und öffentlichen Einrichtungen sowie öffentlich zugänglichen Bereichen im Freien, soweit die Gefahr besteht, dass der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
  • Das private Zusammentreffen von Personen wird auf max. 10 Personen oder zwei Hausstände begrenzt.
  • Ansammlungen nach § 9 CoronaVO werden auf 10 Personen oder zwei Hausstände begrenzt
  • Die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen wird auf 100 begrenzt.
  • Kliniken: Angesichts der Erwartung eines höheren Patientenaufkommens in den Kliniken, sollten diese ihre für SARS-CoV2 Patienten erforderlichen (Intensiv-)Kapazitäten stufenweise anpassen sowie elektive Behandlungen schrittweise reduzieren
  • Ambulante Versorgung: Die Corona Fieber-Ambulanzen und Teststellen in den besonders betroffenen Regionen werden wieder hochgefahren bzw. ausgeweitet.
  • Telemedizin: Ausweitung der Nutzung telemedizinischer Behandlungsmöglichkeiten (auch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen) zur Vermeidung von Kontakten in Arztpraxen
  • Schulen: Mit der Änderung der Corona-VO Schule besteht die landesweite Pflicht zum Tragen einer Mund- Nasen-Bedeckung ab Klasse 5 in den weiterführenden Schulen sowie in den beruflichen Schulen auch im Unterricht
  • Einschränkung der nicht-schulischen Nutzung des Schulgebäudes
  • Kitas: Konsequente Distanz bei der Gruppenbildung ist herzustellen
  • Hochschulen: weitreichende Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch auf den Sitzplätzen

Eine vollständige Übersicht wird am Sonntagabend zusammen mit der Verkündung der Verordnung veröffentlicht, so das Staatsministerium.